Dem Auto öfter frei geben

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LH Wallner, LSth. Rüdisser und Martin Scheuermaier gaben im Pressefoyer einen Ausblick auf die MOBILWoche 2012. LH Wallner, LSth. Rüdisser und Martin Scheuermaier gaben im Pressefoyer einen Ausblick auf die MOBILWoche 2012. - © VLK
Bregenz - Die Vorarlberg MOBILWoche macht von Sonntag, 16. bis Samstag, 22. September 2012 wieder Werbung für alternative Mobilitätsformen.

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"Durch attraktive Angebote und Aktionen sollen möglichst viele Menschen motiviert werden, das Auto öfter stehen zu lassen und mehr Wege mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften zurückzulegen", informierten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser im heutigen (Dienstag) Pressefoyer. Höhepunkt und Abschluss der MOBILWoche ist der europaweite Autofreie Tag am Samstag, 22. September, an dem unter anderem die 1. Vorarlberger Fahrrad Parade abgehalten wird.

Dank kräftiger Investitionen und engagierter Arbeit der zuständigen Fachleute sind in den letzten Jahren die Mobilitätsangebote in Vorarlberg massiv verbessert worden, das öffentliche Verkehrsnetz ebenso wie die Radwege und die Car-Sharing-Angebote. "Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs hat Vorrang", sagte Wallner, "wir wollen erreichen, dass die Menschen noch mehr mit Bus und Bahn oder mit dem Fahrrad fahren." Damit das gelingt, muss neben der Investition in Infrastruktur und Technik eine neue Mobilitätskultur etabliert werden. Dazu sollen die Aktivitäten in der Vorarlberg MOBILWoche beitragen.

Erfolgsgeschichte Verkehrsverbund

Der Verkehrsverbund Vorarlberg - ein Vorzeigemodell für den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum - spielt dabei eine wichtige Rolle. In den letzten fünf Jahren verbucht der Öffentliche Verkehr in Vorarlberg einen   Zuwachs um 50 Prozent. Das zeigt, dass immer mehr Menschen in Vorarlberg auf die bewusste Mobilität mit Bus und Bahn setzen.

"Der Blick in andere Länder zeigt, dass wir schon jetzt auf gutem Weg sind", bekräftigt Verkehrsreferent Landesstatthalter Rüdisser: Vorarlberg nimmt in der Angebotsqualität des Öffentlichen Verkehrs österreichweit Platz zwei (hinter Wien) ein und wurde vom VCÖ vor kurzem erneut als fahrradfreundlichstes Bundesland ausgezeichnet. Die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger legen jetzt schon etwa 15 Prozent ihrer Wege mit dem Fahrrad zurück, das ist doppelt so viel wie der österreichweite Durchschnitt. "Die Menschen sollen motiviert werden, regelmäßig zu überlegen, wie sie Fahrrad, Öffentliche Verkehrsmittel, Privat-Auto oder Car-Sharing-Auto am sinnvollsten kombinieren können, um möglichst energie- und ressourcensparend, nervenschonend und sicher an ihr Ziel zu kommen",  erläuterte Landesstatthalter Rüdisser.

Schwerpunkte der MOBILWoche 2012

In der Vorarlberg MOBILWoche werden deshalb speziell die Alternativen zum eigenen Auto ins Rampenlicht gerückt. "Wir möchten vermitteln, dass es nicht um das Entweder-oder, sondern um ein sinnvolles Miteinander der unterschiedlichen Verkehrsmittel geht", erläutert der Leiter der Koordinationsstelle Vorarlberg MOBIL,   Martin Scheuermaier. So gibt es unter anderem folgende Angebote und Aktionen:

  • Umsteigerticket: Von Sonntag, 16. September bis Sonntag, 23. September kann man um nur zwölf Euro acht Tage lang in ganz Vorarlberg Bus- und Bahnfahren.
  • Gib deinem Auto öfter frei!" mit Gewinnspiel: Privatpersonen, die den eigenen Pkw in der MOBILWoche originell einpacken und auf Fahrrad, Bus oder Bahn umsteigen, können eine Verkehrsverbund-Maximo-Jahreskarte gewinnen.
  •  Unter dem Motto "Ganz Vorarlberg radelt mit!" wird am Autofreien Tag (22. September 2012) die 1. Vorarlberger Fahrrad Parade stattfinden. Es handelt sich dabei nicht um ein Wettrennen oder Turnier, sondern im Vordergrund stehen die Gemeinschaft und der Spaß auf zwei Rädern. Weitere Informationen unter fahrradfreundlich.at
  • Blühende Straßen: In zahlreichen Gemeinden werden Kinder mit bunten Blumenbildern die Straße vor ihren Schulen und Kindergärten zum Blühen bringen. Mit dieser Aktion soll auf sympathische Weise darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Straßenraum nicht nur Verkehrsfläche für Autos, sondern auch Lebensraum und Schulweg für unsere Kinder ist.

Zusätzlich zu diesen Schwerpunkten führen rund 70 Gemeinden und Betriebe eigene Aktionen durch. Das reicht von Fahrradkursen für Migrantinnen und Spritspartrainings für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zur Eröffnung von Radreparaturstationen, Verteilung von Klima-Gipfele und zum schon traditionellen Lustenauer Mobilitätsmarkt am blauen Platz.

Die Mobilitätswoche ist eine Initiative von Vorarlberg MOBIL in Zusammenarbeit mit Energieinstitut, Verkehrsverbund und Klimabündnis.

(VLK)

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