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Drei Jahre Haft für Delunamagma-Geschäftsführer

Dritter Versuch im Delunamagma-Prozess in Feldkirch. Dritter Versuch im Delunamagma-Prozess in Feldkirch. - © VOL.AT/Hofmeister
von VN/Christiane Eckert - Nach einem langen Verhandlungstag kam der Schöffensenat des Landesgerichts Feldkirch in der Causa „Delunamagma“ zu einem Schuldspruch. Der 48-jährige Angeklagte wurde wegen schweren Betruges, schweren Diebstahls und versuchter betrügerischer Krida zu insgesamt drei Jahren Haft verurteilt.

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Zwei Jahre wurden auf Bewährung ausgesprochen, ein Jahr unbedingt. Den Geschädigten wurden 147.000 Euro zugesprochen. Die restlichen Geschädigten haben ihre Forderungen bereits im anhängigen Konkursverfahren angemeldet und müssen dieses erst abwarten.

Blaues Auge

Der Mann, der zugegebener Weise die eine oder andere Erfindung gemacht hatte, lockte Investoren unter Vorspiegelung falscher Tatsachen für diverse Projekte Gelder aus der Tasche. Allerdings nicht im Ausmaß von knapp 700.000 Euro wie angeklagt, sondern im Ausmaß von 250.000 Euro. In einigen Punkten wurde der Mann sogar frei gesprochen, weil hier der Betrugsvorsatz fehlte. Bei dem Diebstahl zweigte er Lerchenholz ab. Was die versuchte betrügerische Krida betrifft, war er geständig, dass er versucht hatte eine diamantbesetzte Rolexuhr der Konkursmasse zu entziehen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

2008 bereits mit 1,4 Mio. verschuldet

Der einstige Geschäftsführer bekannte sich im laufe des Prozesses zum Großteil nur teilschuldig, lediglich in zwei kleinen Nebensächlichkeiten zeigte er sich zur Gänze geständig. 2008 war der 48-Jährige bereits mit 1,4 Millionen Euro verschuldet. Auch 400 Exekutionen hatte er bereits hinter sich. Dennoch ließ sich der Mann in weitere Riskante Geschäfte ein, und akquirierte hierfür zahlreiche Geldgeber.

Geld für phantastische Projekte

Nach und nach arbeitete sich der Schöffensenat durch die Anklage. Bei einigen Punkten gestand der Angeklagte ein, dass er in Verträgen schlichtweg falsche Angaben machte. So garantierte er beispielsweise in einem Schriftstück, dass er zur Hälfte Inhaber der Patente und alleiniger Erfinder sei. Nach mehrmaligem Nachfragen von Richter Wilfried Marte gab er jedoch zu, dass dies nicht der Wahrheit entsprach.

Unglaublich scheint, dass auch zahlreiche seriöse Firmen in phantastische Projekte, wie zum Beispiel in ein Energie-Center, ohne irgendwelche Sicherheiten investierten.

Geschädigte einvernommen

Im Laufe des Prozesstages wurden auch einige Geschädigte einvernomen. 1,2 Millionen Euro wurden von der Firma Delunamagma auf Privatkonten des Angeklagten überwiesen. “Man hielt den Mann für einen tollen Erfinder, den es zu unterstützen galt”, so die Aussage des Mitbegründers von Delunamagma, der ebenfalls als Zeuge einvernommen wurde.

Gegen ihn laufen übrigens ebenso strafrechtliche Ermittlungen: “Die wirklichen Erfinder seien sehr enttäuscht gewesen, dass sich der Angeklagte als Erfinder ihrer Ideen ausgab.

Großer Schaden entstanden

Mehrere Male wurde der Prozess gegen den 48-jährigen Oberländer angesetzt. “Zur Sache” ging es aber bislang noch nie. Immer wieder gab es Verzögerungen und Hindernisse. Zuletzt die angebliche Befangenheit des zuständigen Richters.

Die Staatsanwaltschaft sprach von 700.000 Euro Schaden. Gelder, die angeblich Investoren in betrügerischer Absicht aus der Tasche gezogen wurden. Auch namhafte ausländische Firmen wollten in Patente und Lizenzen investieren. Immerhin prahlten die Firmengründer mit Schlagworten wie “Hightechpark”, “Forschungs- und Entwicklungszentrum”  und sahen 600 neue Arbeitsplätze in Bludesch  voraus. Aus all dem wurde nichts.

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