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Das schillernde Leben des Kim “Dotcom”

Eine der schillerndsten, aber auch umstrittendsten Persönlichkeiten des Dotcom-Zeitalters: Kim Schmitz "Dotcom". Eine der schillerndsten, aber auch umstrittendsten Persönlichkeiten des Dotcom-Zeitalters: Kim Schmitz "Dotcom". - © AP
Kim Schmitz alias Kim Dotcom: Der Übervater von Megaupload. Jetzt kommen erste Details über sein Privatleben ans Tageslicht.

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Helikopter, satte 18 Luxusautos, eine 2300-Quadratmeter-Villa. Ein kleines Panoptikum der Nebensächlichkeiten, die sich ein Kim “Dotcom” laut welt.de gönnt. Nun könnte aber der rasante Absturz kommen. Der in Neuseeland wohnhafte gebürtige Kieler soll ein ganzes Sammelsurium an Vergehen auf dem Kerbholz haben – zumindest, wenn es nach den US-Behörden geht.

Filmreife Verhaftung des Internet-Doyens

Eine halbe Milliarde an Raubkopien sollen auf seiner von Hongkong aus operierenden Seite Megaupload bunkern. Ganz unschuldig scheint er sich nicht zu wähnen: Als er auf der eigenen Geburtstagsparty festgesetzt wurde, zog er nochmals alle Register. Denn die Verhaftung soll Hollywoodreif abgelaufen sein. Mit einer Schrotflinte verschanzte sich Dotcom in einem Schutzraum.

Auch sonst scheint er die Extreme zu lieben. Etwa nahm er bei Straßenrennen Gumball 3000 teil. Mit seinem Mercedes entkommt er einer Polizeistreife – und bemerkt lakonisch: “Doktor Evil kommt eben immer davon”.

Groß wurde Schmitz inmitten des Computerbooms. In den 90-ern war er sogar als Hacker unterwegs. Doch schon damals machte er unrühmlich auf sich aufmerksam. Er übernahm etwa die dahinsiechende Website letsbuyit.com, versprach Investitionen in Höhe von 50 Millionen Dollar. Schließlich verkaufte er die Site, als er gerade mal eine Million investiert hatte. Das brachte ihm ein Verfahren sowie eine Verurteilung auf Bewährung wegen Insiderhandels ein. Eine Kleinigkeit von 100.000 Euro musste er dafür aus der Portokasse berappen.

Schmitz erklärt sich unschuldig

Nach seiner Verhaftung hat sich Kim Schmitz im gegenwärtigen Fall vor einem Gericht für unschuldig erklärt. Er beantragte am Montag in Auckland deshalb eine Freilassung auf Kaution. Die Staatsanwaltschaft hält jedoch die Fluchtgefahr für sehr hoch, da Schmitz Zugang zu viel Geld, Transportmöglichkeiten sowie mehreren Identitäten habe und außerdem schon mehrfach vor der Justiz geflohen sei.

Sein Verteidiger dagegen argumentierte, dass sein Reisepass beschlagnahmt und seine Finanzen eingefroren seien und Schmitz dauerhaft in Neuseeland bleiben wolle.

Die Behörde wirft ihnen unter anderem Verstöße gegen Gesetze zum Schutz von Urheberrechten, Geldwäsche und organisiertes Verbrechen vor. Die Strafen darauf sind hart: Allein auf letzteres stehen 20 Jahre Haft.

Die Polizei in Neuseeland beschlagnahmte Gegenstände im Wert von mehreren Millionen Dollar, Luxus-Autos wie etwa einen Rolls-Royce sowie umgerechnet acht Millionen Dollar von den Beschuldigten. Laut Anklageschrift soll Megaupload mit dem Weiterverteilen von geschützten Filmen, Musiktiteln und Softwareangeboten über 175 Millionen Dollar eingenommen haben.

(APA/VOL.at)

Wilde Fahrt von Kim Dotcom

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