Das römische Bregenz als digitaler Stadtplan für Jedermann

Von Matthias Rauch (VOL.AT)
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Bregenz hat eine jahrtausendelange Geschichte.
Bregenz hat eine jahrtausendelange Geschichte. - © VOL.AT/Steurer
Bregenz – Die Stadt Bregenz bringt das antike Bregenz als digitalen Stadtplan. Die bekannten und vermuteten römischen Siedlungsstätten können mit aktuellen Plänen verglichen werden. 

Bereits vor 2.000 Jahren gab es im Bereich der Römerstraße rund um den Ölhain das römische Brigantium. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es Ausgrabungen, bis heute wird die über 300-jährige Geschichte der bedeutenden Siedlung erfasst. Der erste Stadtplan des antiken Bregenz erstellte Samuel Jenny 1898, 1985 wurde eine ergänzte und überarbeitete Version neu veröffentlicht.

Stadtplan digital verfügbar

Nun kommt der antike Stadtplan der Landeshauptstadt im 21. Jahrhundert an. Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit von Bundesdenkmalamt, der Universität Innsbruck, dem Vorarlberg Museum und der Stadt Bregenz ist nun online für jedermann zugänglich. Unter bregenz.gv.at finden sich neben den aktuellen und historischen Plänen nun auch das heute bekannte Brigantium. Diese können mit aktuellen Bildern zur besseren Orientierung überblendet werden.

So funktioniert der antike Stadtplan

In schwarz sind die bekannten Strukturen eingezeichnet und erklärt, sowohl die noch vorhandenen wie auch die bei Bauarbeiten entdeckten und dabei zerstörten. Orange eingefärbt sind jene Bereiche, in denen Spuren der römischen Besiedlungen vermutet oder zu erwarten sind. Auswirkungen auf künftige Bauherren haben die neuen Karten nicht: Bereits jetzt muss der Bürgermeister als Baubehörde über Bautätigkeiten informiert werden. Das Bundesdenkmalamt kann dank weitreichender Möglichkeiten den Bestand sichern oder zumindest bei Bautätigkeiten im Vorfeld erheben.

Einfacher Blick auf das alte Brigantium

Der Wert der neuen Pläne liegen woanders: Neben Hobbyhistorikern verfügt nun auch das Vorarlberg Museum über aktuelle und digitalisierte Pläne. Gleichzeitig soll die historische und archäologische Forschung von den frei zugänglichen und korrigierten Plänen profitieren. Und auch die Stadtplanung selbst hat nun ein vollständiges Bild über die Lage der historischen Anlagen.

Hier geht es zum Stadtplan

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