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CBD: Suchtprophylaxe sieht Cannabis-Trend kritisch

Andreas Prenn von der Supro ist kein Freund von CBD.
Andreas Prenn von der Supro ist kein Freund von CBD. ©AP/VOL.AT
Während THC auf die Psyche wirkt, ist das im Cannabis vorkommende CBD für die körperlichen Wirkungen verantwortlich. Der Trend rund um THC-freie Alternativmedizin ist auch in Vorarlberg angekommen. Vonseiten der Suchtberatung ist man vorsichtig. 

CBD soll als medizinisches Produkt als Schmerz- und Entspannungsmittel wie auch in der Linderung von Epilepsie und Psychosen helfen, davon sind vor allem die Befürworter einer Cannabis-Legalisierung überzeugt. Derzeit sind Cannabisprodukte mit CBD-Anteil in Europa und Österreich im Aufwind. Der THC-Anteil liege unter den Grenzwerten (0,3 Prozent in Österreich), betonen Hersteller und Händler.

Offiziell keine Medizin

Inzwischen hat CBD auch nach Vorarlberg gefunden und werden in Dornbirn verkauft. Das Angebot reicht von Tee über Kaugummi bis zu Ölen und Blüten. Der Handel ist legal, da es durch den geringen THC-Anteil nicht als Marihuana gilt. Dennoch, es darf offiziell weder als Medizin noch als Nahrungsergänzungsmittel angepriesen werden. Auch soll das Gesundheitsministerium prüfen, ob der Handel und Produktion strengeren Kontrollen unterworfen werden soll – auch um sicherzustellen, dass nur drin ist was auch draufsteht.

Langzeitwirkung nicht erforscht

In der Suchtprophylaxe ist man vorsichtig. Zwar bewirkt CBD keinen Rauschzustand, doch die Langzeitwirkungen sind noch kaum erforscht. Sucht Schweiz betont dabei, dass es zumindest mit Tabak gleichzusetzen ist und beim Mischen mit Tabak eine Nikotinabhängigkeit weiterhin möglich bleibt. Hinzu kommt, dass CBD-Cannabis weder in Aussehen noch Geruch von illegalem Marihuana unterschieden werden kann. Auch das oberösterreichische Institut Suchtprävention zitiert Schweizer Institutionen und warnt vor einem allzu sorglosen Umgang mit den Produkten.

Übermäßiger Konsum als Risiko

Der Hauptgrund dafür ist jedoch vor allem, da es immer über Restbestände an THC verfügt. Durch übermäßigen Konsum könnten die gesetzlichen Grenzwerte für THC dennoch überschritten werden, auch wenn die Produkte unter dem Grenzwert liegen – mit Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit oder Suchtpotential auf die Konsumenten.

Supro kritisch

“Den Konsumenten, insbesondere Jugendlichen, wird vorgegaukelt, dass Hanf-Zigaretten ein ganz normales Produkt sind und der Konsum von Hanf-Produkten mit den Wirkstoffen THC und CBD quasi legal sind”, sieht Andreas Prenn von der Supro die aktuelle Entwicklungen kritisch. Er befürchtet, dass es als Imitationsprodukt den Einstieg in den Konsum von Cannabisprodukten fördern könnte. Auch er betont wie seine Kollegen, dass die Langzeitfolgen noch unbekannt sind – und dass sowohl Nikotin wie auch THC und CBD per se gesundheitlich bedenklich sind.

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