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Cannabisgärtner freigesprochen

Angeklagte hatte sich bemüht, seine Pflanzengeschäfte auf einen redlichen Weg zu bringen - Freispruch.
Angeklagte hatte sich bemüht, seine Pflanzengeschäfte auf einen redlichen Weg zu bringen - Freispruch. ©APA (Themenbild)
Feldkirch - Ein 41-jähriger, dreifacher Familienvater musste sich am Dienstag wegen des Anbaus von über 500 Cannabispflanzen vor Gericht verantworten.

519 Pflanzen hatte der Mann in einer Feldkircher Indooranlage gezogen, fünf weitere im Freien. Doch der Angeklagte hatte sich bemüht, seine Pflanzengeschäfte auf einen redlichen Weg zu bringen. Diese Bemühungen bescherten ihm heute auch einen Freispruch. Übrig bleibt nur noch ein ganz geringfügiger Eigenkonsum von Marihuana. Diesbezüglich wird noch erhoben, ob der Mann ansonsten wirklich noch nie was mit Drogen „am Hut“ hatte. Wenn dem so ist, dürfte auch dieser Anklagepunkt glimpflich für ihn ausgehen.

Gewissenhaft recherchiert

Der Beschuldigte hatte sich vor der Inbetriebnahme seiner Indooranlage bei einem Rechtsanwalt über die rechtlichen Zulassungsvoraussetzungen erkundigt. Er wollte wissen, ob der Handel mit Cannabisstecklingen strafbar ist. Der Anwalt antwortete mit „Prinzipiell nein, aber … “. Und dann informierte der Rechtsexperte den Ratsuchenden über so viele Knackpunkte, das dies offensichtlich zu Missverständnissen führte. Da man quasi nie ausschließen kann, dass jemand die Pflanzen für Drogengewinnung missbraucht, bietet die Praxis so gut wie keinen Spielraum für Straffreiheit. Da der Angeklagte glaubhaft machen konnte, dass er von Straffreiheit ausging, wurde er wegen dieses Rechtsirrtums frei gesprochen. Diese Konstellation ist selten und so warnte der Beschuldigte selbst die Schüler im Saal: „Lassts unbedingt die Finger vom Cannabisanbau!“.

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