Campari rechnet mit Wachstum in Österreich

Niemand trinkt pro Kopf mehr Campari und Aperol als Österreicher
Niemand trinkt pro Kopf mehr Campari und Aperol als Österreicher - © APA (AFP/Getty)
Der italienische Spirituosenhersteller Campari segelt in Österreich auf Wachstumskurs. Bis Ende 2017 rechnet der an der Mailänder Börse notierte Konzern mit einem kräftigen Plus. Der Erfolg in Österreich sei vor allem den Marken Campari und Aperol zu verdanken, sagte der CEO von Campari, der Auslandsösterreicher Bob Kunze-Concewitz, im Gespräch mit der APA am Montag.

Ausgerechnet für den österreichischen Markt sei zuletzt der “Campari Spritz” entworfen worden. “Der österreichische Markt ist für Campari seit jeher besonders wichtig. Der Pro-Kopf-Konsum unserer Spitzenmarken Campari und Aperol ist in Österreich der höchste in der Welt. Wir sind der zweitstärkste Player in Österreich, wo wir seit 2007 mit einer Niederlassung in Wien präsent sind. Wir haben ein fantastisches Team, das mit großer Leidenschaft arbeitet”, meinte Kunze-Concewitz. Der 1860 gegründete Campari-Konzern ist als Nummer sechs der Welt positioniert und punktet mit seinem breit diversifizierten Portfolio.

Der österreichische Markt sei wegen der scharfen Konkurrenz nicht einfach. Auch das Wirtschaftswachstum habe sich im Land verlangsamt. “Trotzdem wächst Campari in Österreich stärker als der Markt”, meinte Kunze-Concewitz, dessen Vater Österreicher ist. Er selber hat einen österreichischen Pass. “Die geografische Nähe zu Italien ist besonders positiv. Die Österreicher lieben die italienische Gastronomie und das italienische Flair”, sagte der Manager, der seit zwölf Jahren an der Spitze des Mailänder Unternehmens steht.

Mittlerweile ist der Konzern in 190 Märkten mit mehr als 50 verschiedenen Marken vertreten. Zum Portfolio des Unternehmens zählen Marken wie Aperol, Skyy und Wild Turkey. Im ersten Quartal 2017 kletterte Camparis Gewinn um 56,7 Prozent auf 53,6 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 376 Mio. Euro. Das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) wuchs um 17,7 Prozent auf 78,6 Mio. Euro.

Campari will mit organischem Wachstum und mit Akquisitionen punkten. “Wir haben in den letzten Jahren 26 Akquisitionen unter Dach und Fach gebracht. Wir suchen nach weiteren interessanten Wachstumsgelegenheiten”, betonte Kunze-Concewitz. In diesem Jahr hat Campari bereits die britische Spirituosenmarke Bulldog London Dry Gin geschluckt. Außerdem arbeitet der Konzern hart an der Konsolidierung des im Juni 2016 übernommenen französischen Konkurrenten Marnier Lapostolle.

(APA)

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