Calexico begeisterten im Wiener Konzerthaus

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Calexico - hier bei einem Auftritt im Sommer - begeisterten am Samstag im Wiener Konzerthaus. Calexico - hier bei einem Auftritt im Sommer - begeisterten am Samstag im Wiener Konzerthaus. - © APA
Die US-Band Calexio konnte das Ambiente des Wiener Konzerthauses am Samstag perfekt nutzen und begeisterte das Publikum mit einer Mischung von Ausgelassenheit und zarter Melancholie. Auf der Playlist standen Stücke früherer Platten, aber auch den neuen Albums "Algiers".

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Bereits die Vorgruppe konnte überzeugen. Laura Gibson stellte mit Begleitung ihre spannende Mischung aus Alternative-Country und Folk vor. Höhepunkt - einer des ganzen Abends - war ein Duett mit Calexico-Frontman Joey Burns. Gemeinsam interpretierte man das Südstaaten-Volkslied "All The Pretty Horses", später veredelte Gibson im Set des Hauptacts ein Stück von Calexico mit ihrer Stimme. Die Sängerin und Songschreiberin aus Oregon zeigte sich nicht schwerfällig wie noch auf ihrem Debüt "If You Come To Greet Me" von 2006, sondern ausdrucksstark, sowohl bei flotteren als auch bei getrageneren Beiträgen. "La Grande" heißt das dritte, aktuelle Album der Künstlerin, die damit einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht hat und diesen live untermauerte.

Calexico begeisterten live

Bereits bei Laura Gibson faszinierten die Musiker auf der Bühne mit einer Kombination aus Technik und Fingerspitzengefühl. Bei Calexico ging das noch einen Schritt weiter: Man konnte nur staunen, wie geschickt ein Arsenal an Instrumenten eingesetzt wurde, nicht nur um die Qualität der Studioaufnahmen zu reproduzieren, sondern den Liedern live eine spezielle Atmosphäre zu verpassen, wie man zugleich mit kleinen Ideen große Wirkung erzielte (wenn etwa ein elektronischer Ton unter ein herzerweichendes Bläsersolo geschoben wurde oder sich eine Lap-Steel-Gitarre zart an den Klang eines Akkordeons schmiegte).

Stücke des neuen Albums "Algiers"

"Fortune Teller" von der neuen Platte, im reduzierten Arrangement für Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug, machte den Anfang. Dann trat das gesamte, bestens harmonisierende Ensemble vor das Publikum. Es sollte eine sehr schöne Mischung aus aktuellem Material - etwa "Splitter", "Fortune Teller" sowie das superbe "Maybe On Monday" - und Klassikern folgen. Bei letzteren sorgte die gewohnte Portion Tex-Mex für Begeisterung. Dass "Algiers" nicht von der Heimat Arizona, sondern von der Atmosphäre der "Fremdarbeitsstätte" New Orleans, wo das Album entstand, geprägt wurde, tut Calexico sehr gut - auch live. Die Gefahr der Wiederholung wurde so vermieden. (APA)

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