27. Oktober 2012 13:05; Akt.: 27.10.2012 16:04

BZÖ will Aus für Grundsteuer-Befreiung der Kirche

BZÖ-Chef Bucher hat am Samstag im Ö1-”Journal zu Gast” einmal mehr das “Fair Tax”-Steuermodell seiner Partei beworben. Ziel müsse es sein, auf einen Steuersatz unter 40 Prozent zu kommen, sagte er. Andernfalls werde der Standort Österreich nicht mehr wettbewerbsfähig sein. Stärker belasten will der BZÖ-Chef Banken und Kirchen, so denkt er etwa an ein Ende der Grundsteuer-Befreiung für die Kirchen.

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“Wir müssen in Österreich die Steuervorteile bekämpfen”, sagte Bucher. Banken würden etwa nur sieben Prozent Gewinnsteuer zahlen. “Mir würde vieles einfallen, wo sich der Staat Geld holen kann, bevor der den Mittelstand schröpft”, so Bucher. Zum Ruf nach einem Ende der Grundsteuer-Befreiung für die Kirche sagte Bucher: Man müsse sich überlegen, ob es fair ist, dass der “Mittelstand bluten muss, und jeder Häuslbauer und Wohnungsbesitzer bluten muss” – und die Kirche als zweitgrößter Immobilienbesitzer des Landes sei von der Grundsteuer befreit. “Mir geht es um Fairness”, so Bucher.

Zum Zustand seiner Partei, die bereits fünf Abgeordnete an Frank Stronach verloren hat, sagte Bucher, es seien ja auch andere Parteien von Abgängen betroffen. Stronach habe “sehr viel Geld auf den Tisch gelegt und einen persönlichen Rachefeldzug gegen mich und das BZÖ geführt”.

Keine Angst vor Stronach

Die guten Umfragewerte für das Team Stronach sieht Bucher vor allem in einem “Anfangshype” begründet. Er glaubt auch nicht daran, dass Stronach nach der Wahl 2013 eine bedeutende Rolle spielen wird: “Der Stronach wird nirgendwo drinnsitzen, bestenfalls in seinem Flugzeug”. Am Einzug für sein Bündnis zweifelt er hingegen nicht, betonte er.

Euro und das Bundesheer

Einmal mehr machte sich Bucher für einen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro stark und warb für eine Teilung der Eurozone in einen Nord- und Südeuro. Seine Kritik im Zusammenhang mit der Euro- und Schuldenkrise will Bucher nicht als generelle EU-Kritik verstanden wissen: “Ich bin begeisterter Europäer”, sagte er.

Beim Thema Bundesheer untermauerte Bucher seine Position für eine Abschaffung der Wehrpflicht. Er kritisierte aber die geplante Volksbefragung kommendes Jahr – damit werde nichts gelöst, zuvor brauche es eine aktuelle Sicherheitsdoktrin.

(APA)



Kommentare 18
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  3. Es wäre interessant, im Detail zu erfahren, welche Organisationen in Österreich Sonderkonditionen bei den Steuern genießen.
    Eigentlich wäre es Sache der Medien, dieser Frage nachzugehen. Aber offensichtlich will sich keiner die Finger verbrennen bzw. seine eigene Presseförderung aufs Spiel setzen. 
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  4.  Wenns eng wird fängt auch ein Herr Bucher an zu denken....Bravo. Aber bei diesem Unternehmen wünsche ich schon viel Glück. So lang kannst gar nicht leben Bucher, bis sich da was Richtungsweisendes tut. Schwimm mal von Budapest bis Wien gegen die Donau, ohne Pause.....dann bin ich dabei. Alles nur Träumer und Wahnsinnige, solch sinnloses Ansinnen. Nur dass wieder mal was gesagt wird......solche Deppen.
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  5. Wie eine Kutsche ohne Zugpferd und Kutscher, nur Fahrgäste die ewig "rummeckern": diese "Art" Politik ist unbrauchbar.
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    •  Was bezahlt die Kirche bei Caritas ?? ......Spenden und der Steuerzahler ist der Zahler, die Kirche aber stellt das obere Personal zur Volksverdummung. Wo ist da eine ehrliche Bilanz?? Alles Verschleierungen zum Nachteil der Bürger. Die Lobbyisten sind die ÖVP. Staat und Kirche sollten endlich getrennt werden und das Knebelkonkordat mit dem Vatikan sollte sofort aufgekümdigt werden, denn dieses beinhaltet nur Vorteile für die Kirche zum Nachteil aller Steuerzahler.
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  7.  wo er recht hat, hat er recht
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  8.  Herr Bucher, warum kommen Sie damit erst jetzt?
    Den Erhalt werden sie bei den nächsten Wahlen so oder so nicht mehr schaffen!
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  9. Also Herr Bucher, diese Auseinandersetzung werden Sie verlieren. Stimmen gibt's dafür auch keine. Die BZÖ Talfahrt wird damit nur beschleunigt. Es ist richtig schwierig geworden, Wahlkampfthemen zu finden, mit denen man punkten kann. Aber wer "Äpfel und "Birnen" nicht unterscheiden kann, hat in der Politik ohnehin nichts verloren.
    Viel Spaß beim "Stimmenauszählen".
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  12.  genau um den kirchenfreien Steuerzahler geht es, denn diese werden zur Kasse gebeten und die Kirchensteuer sollte man einmal offen legen, wohin das Geld geht, denn auch die Religionslehrer und vieles mehr (jetzt übrigens auch Imane) werden von den sogenannten Ungläubigen über die normalen Steuern bezahlt und nicht von den Kirchensteuern, obwohl Religion Privatsache sein sollte und auch von den Gläubigen alles bezahlt werden sollte. Lesen Sie das Konkordat und dann werden sie eine andere Ansicht haben. Schönen Tag noch und eine baldige Erleuchtung.
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  15. Er hat Recht, aber die Kirchen mit dem Konkordat sind die Spesenkanonen des Landes, denn alles was Geld kostet, wird dem Steuerzahler aufgebürdet, jedoch der Nutzniesser ist überall nur die Kirche.
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