Bye-bye "Horizon Field"

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Am Mittwoch war es so weit: Der Abtransport der meisten der hundert Eisenskulpturen von Antony Gormley ist erfolgt. Sie werden in Zürs kurz zwischengelagert und kommen zurück nach England. Am Mittwoch war es so weit: Der Abtransport der meisten der hundert Eisenskulpturen von Antony Gormley ist erfolgt. Sie werden in Zürs kurz zwischengelagert und kommen zurück nach England. - © Beate Rhomberg
Lech - Abtransport der Eisenmänner beendet das spektakuläre Land-Art-Projekt.

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Mit einer Einschränkung darf vom Ende des Projekts „Horizon Field“ gesprochen werden, denn eine der hundert Eisenskulpturen des britischen Künstlers Antony Gormley verbleibt vorläufig noch ein weiteres Jahr auf der Kriegeralpe. Das sei auf Betreiben des Vereins zur Erhaltung des "Horizon Field" und der Gemeinde Lech in direkter Absprache mit dem Künstler ohne Zutun des KUB geschehen, sagte Sagmeister.

Ansonsten bleiben vom spektakulären Projekt, das aus mannsgroßen, 640 Kilogramm schweren Figuren bestand, die die Berge auf exakt 2039 Metern überzogen, jede Menge Fotos, Filme und weitere Dokumentationen, die von einem einzigartigen, 2010 gestarteten „Besuch“ zeugen.

"Wir hatten ein ungeheuer positives Echo in der Bevölkerung und der Presse, es hat alles hervorragend funktioniert", so KUB-Kurator Rudolf Sagmeister am Donnerstag. Der Abbau der 100 Figuren erfolge dank guten Flugwetters sehr rasch. Die Eisenmänner, die wegen ihres Gewichts und der Unwegsamkeit des Geländes per Hubschrauber abtransportiert werden, kommen laut Sagmeister zurück zum Künstler und werden zunächst in seinem Lager untergebracht.

Bemühungen um Projekt-Erhalt gescheitert

Der Verein zur Erhaltung des Kunstprojektes „Horizon Field“ wollte in den vergangenen Wochen über die Bezirkshauptmannschaften noch mehr Zeit für die “Eisenmänner” gewinnen. Ein Verbleib bis 2014 sollte erreicht werden. Doch Ende Juni hat der Verein beschlossen, die Bemühungen um einen Erhalt der Landschaftsinstallation einzustellen.

Beschädigung sorgte für Aufregung

Unbekannte Täter hatten - wie im Mai bekannt wurde - einen der Eisenmänner beschädigt. Die Täter schnitten der überlebensgroßen Figur das Geschlechtsteil ab. Die betroffene Skulptur stand auf der Kanisfluh im Ortsgebiet von Mellau, in der Nähe des Hauptgipfels Holenke (2.044 Meter) unmittelbar neben einem Wanderweg.

Im Oktober 2011 hatten Unbekannte zudem versucht, eine der Kunstfiguren in Warth am Arlberg zu stehlen. Die Täter hatten das Objekt samt Betonfundament ausgegraben, doch der 640 Kilogramm schwere Eisenmann stürzte über einen Hang hinunter, wo die Täter ihn liegen ließen.

(VOL.AT, APA)

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