Bursch versank in Oberösterreich bis zum Hals in Maissilo

Der 13-Jährige wurde zur Untersuchung ins Spital geflogen
Der 13-Jährige wurde zur Untersuchung ins Spital geflogen - © APA (Archiv/ÖAMTC)
Ein 13-jähriger Bursch dürfte bei einem Unfall auf einem Bauernhof in Oftering (Bezirk Linz-Land) am Samstag haarscharf an einer Tragödie vorbeigeschrammt sein. Vor allem die geistesgegenwertige Reaktion seines 16-jährigen Bruders dürfte dem Schüler das Leben gerettet haben, nachdem der 13-Jährige bis zum Hals in einem Mais-Silo versunken war.

Die beiden Brüder halfen am Nachmittag einem befreundeten Landwirt, einen etwa vier mal vier Meter großen Mais-Silo zu reinigen. Dazu wurde der Mais durch eine Öffnung im Boden mit einer Schnecke in einen anderen Silo gefördert. Die Jugendlichen konnten so die Silowände nach und nach von oben nach unten abkehren.

Doch gegen 14.45 Uhr versank der jüngere der beiden – vermutlich durch eine Unachtsamkeit – plötzlich bis zum Hals im Mais. “Der andere hat dann versucht seinen Bruder aus dem Mais zu ziehen. Weil ihm das nicht sofort gelungen ist, ist er geistesgegenwärtig hinaus und hat die Förderschnecke mit dem Not-Aus deaktiviert. Er hat ihm dadurch wohl das Leben gerettet”, sagte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Freiling, Thomas Miesbauer, zur APA. Der Silo war zu diesem Zeitpunkt noch zu gut einem Drittel mit Mais gefüllt.

Anschließend alarmierte der 16-Jährige den Landwirt – er befand sich zum Unfallzeitpunkt außer Rufweite der Kinder – und stieg zurück in den Silo, um den Kopf seines Bruder vom Mais freizuhalten. Der Bauer verständigte die Feuerwehr, schnitt mit einer Flex ein Loch in den Silo und half dann dem Jugendlichen, seinen Bruder so gut es ging freizuschaufeln. Dies gelang aber erst mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren Oftering und Freiling.

Für die Bergung des Burschen mussten sich Höhenretter der Feuerwehr Axberg sechs bis acht Meter in den Silo abseilen. “Wir haben dann die verunfallte Person und die Helfer gesichert und mit Windelhosen gerettet”, sagte Höhenretter Gerald Seemayr zur APA. Der Verunfallte sei während der Bergung immer bei Bewusstsein gewesen.

“Er war ansprechbar, aber schwach und komplett verstaubt. Er hat auch nicht über Schmerzen geklagt”, sagte Feuerwehrkommandant Miesbauer nach der Bergung. Der 13-Jährige wurde zur weiteren Untersuchung mit dem Rettungshubschrauber “C 10” in den Med Campus III nach Linz geflogen.

(APA)

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