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Büstenhalter schon im Mittelalter - Sensationeller Fund in Tirol

Vier Büstenhalter aus der Zeit des Spätmittelalters hat ein Archäologenteam der Universität Innsbruck im Jahr 2008 im Zuge von Renovierungsarbeiten auf Schloss Lengberg bei Nikolsdorf in Osttirol gefunden. Nunmehr stehe durch an der ETH-Zürich abgenommene Proben fest, dass die Stücke im Zeitraum zwischen 1440 und 1485 getragen wurden, erklärte die Archäologin Beatrix Nutz im Gespräch mit der APA.

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Auch durch eine Altersbestimmung mittels der C14-Methode (Radiokohlenstoffdatierung, Anm.) sei man laut Nutz zu diesem Schluss gekommen.

Sensation: Büstenhalter schon im Mittelalter

"Wir haben zunächst selber nicht daran geglaubt und haben es für unmöglich gehalten, dass so etwas bereits im Mittelalter getragen wurde", meinte die Archäologin. Bisher sei man davon ausgegangen, dass Büstenhalter erst vor rund 100 Jahren erstmals verwendet worden seien, und Frauen im Mittelalter "Unterkleider aus Leinen" trugen, erklärte Nutz.

Zwei der Büstenhalter seien nicht mehr komplett erhalten, gleichen aber frappierend heute verwendeten Teilen. Die beiden anderen Funde würden wie "ärmellose Hemden mit eingebauten Körbchen" aussehen, berichtete die Wissenschafterin.

Alte Unterwäsche wird rekonstruiert

Insgesamt habe man im Schutt einer Gewölbezwickelfüllung der Decke zwischen erstem und zweitem Obergeschoß über 2.700 Textilfragmente entdeckt. Darunter befand sich auch eine Männerunterhose aus demselben Zeitraum. "Wir werden nicht bei allen sagen können, was es war. Aber mindestens 20 Stücke werden wir ungefähr rekonstruieren können", sagte Nutz.

Unter anderem verfüge man über Teile von Hemden und Kleidern sowie über Halsausschnitte von Hemden. Nutz kündigte an, im Jahr 2014 eine wissenschaftliche Publikation unter dem Titel "Unters Kleid geguckt. Die Textilien aus der Zwickelfüllung von Schloss Lengberg" veröffentlichen zu wollen.

(APA)

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