Browser Plugin soll Facebook-Fotos schützen

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Social Protection: Ohne Einladungen auf Bildern nur verpixelte Gesichter zu erkennen. Social Protection: Ohne Einladungen auf Bildern nur verpixelte Gesichter zu erkennen. - © APA
Sicherheitsfirma McAfee bringt in Zusammenarbeit mit Mutterkonzern Intel noch diesen Monat eine Beta-Version des vorerst kostenlosen Browser-Plugins Social Protection heraus.

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Das berichtete mashable.com. Mit aktivierter Erweiterung erhalten Facebook-User mehr Kontrolle über ihre hochgeladenen Fotos. Nur Freunde, die eine Einladung erhalten und Social Protection ebenfalls installiert haben, können die Fotos sehen. Alle anderen müssen sich mit verpixelten Bildern zufrieden geben. Auch ein Herunterladen oder Teilen der Fotos sowie das Anfertigen von Screenshots soll durch das Plugin unterbunden werden.

"Die Usability überzeugt mich nicht. Viele Menschen werden von der Handhabung überfordert sein, gerade einige ältere Menschen. Ich glaube, der beste Schutz für Bilder bei Facebook ist, sensible Fotos gar nicht erst hochzuladen", sagt Social-Media-Beraterin Natascha Ljubic gegenüber pressetext. Deshalb bezweifelt sie, dass sich diese Software durchsetzt.

"Zudem ist Facebook bei Einmischungen in die eigene Infrastruktur nicht zimperlich und blockt gerne Software von Drittanbietern. Dass das soziale Netzwerk eine eigene Version dieser Funktion anbietet, ist unwahrscheinlich. Privatsphäre ist vorrangig im deutschsprachigen Raum ein Thema", so Ljubic.

Nur für Windows

Vorerst wird Social Protection nur für Internet Explorer, Firefox und Chrome unter Windows verfügbar sein. Eine Mac-Version soll kurze Zeit später folgen und bis zum Ende des Jahres sollen auch die Mobil-Vertsionen für Android und iOS erhältlich sein. Da Social Protection erfordert, dass nicht nur die hochladende Partei, sondern auch alle Menschen, die verpixelte Fotos klar sehen wollen, das Plugin aktiviert haben, wird die Nutzung zu Beginn sicherlich schleppend anlaufen. Vor allem die fehlende Mobil-Version ist ein Bremsklotz, wird doch ein zunehmender Teil der Facebook-Fotos per Handy hochgeladen.

Um die verbesserten Datenschutzfunktionen anbieten zu können, werden Fotos bei aktiviertem Plugin nicht mehr auf Servern von Facebook, sondern auf jenen von Intel gespeichert. Wie es um den Datenschutz beim Chiphersteller bestellt sein wird, ist nicht bekannt. Facebook wird über den Dienst nicht erfreut sein, tut das soziale Netzwerk doch alles, um die Nutzer und all ihre Daten in der hauseigenen Infrastruktur zu halten. Der Grad der Kontrolle über eigene Bilder steigt für die User aber zumindest vorerst.

Kein 100-prozentiger Schutz

Zugriff haben eigentlich nur noch geladene Gäste und auch denen kann ein Download oder Screenshot verwehrt werden. Die Möglichkeit des Abfotografierens des Bildschirms mit Handy oder Kamera bleibt also. Wem eine Einladung geschickt wird, sollten User sich gut überlegen. In Zukunft soll der Funktionsumfang von Social Protection noch erweitert werden. Geplant ist eine Gesichtserkennungs-Funktion, die es Nutzern erlaubt, Fotos von sich bei Facebook aufzuspüren, selbst wenn sie nicht darauf markiert worden sind. Wird ein Foto von einem User hochgeladen, warnt Social Protection ihn sofort.

Ob das Plugin nach Fertigstellung ein eigenes Produkt wird, oder ob McAfee es mit anderen Programmen bündelt, ist nicht geklärt, genauso wenig wie die Preisfrage für die fertige Version. (pte Austria)

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