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Britisches Duo Hurts gibt sich mit neuem Album "Desire" positiv wie nie

Theo Hutchcraft (l.) und Adam Anderson alias Hurts brachten ein neues Album heraus
Theo Hutchcraft (l.) und Adam Anderson alias Hurts brachten ein neues Album heraus ©AP Photo/Keystone,Peter Klaunzer
"Fluchtmöglichkeit" aus düsteren Zeiten: So leichtfüßig, positiv und soulig wie nie zuvor klingt das britische Duo Hurts auf seinem vierten Album "Desire". Den Gothic-Pop ihrer ersten beiden Werke wollen Theo Hutchcraft (Gesang) und Adam Anderson (Gitarre, Keyboards) gar nicht verleugnen, aber alles zu seiner Zeit.
Drittes Hurts-Album "Surrender"

“Ich hoffe, dass diese Songs den Menschen eine Fluchtmöglichkeit bieten”, sagte Anderson im Interview. Düstere Klänge und das Debüt “Happiness” (2010) mit den Hits “Wonderful Life” und “Stay” haben die Synthie-Pop-Formation aus Manchester berühmt gemacht.

Hurts gaben Interview in Wien

Mit dem dritten Album begannen sich die mittlerweile in London wohnenden Musiker stilistisch zu verändern. Die Reaktionen der Fans auf Tournee auf diese Experimente hätten ihnen zusätzlichen Mut gemacht, die Entwicklung zuzulassen, betonten die Briten bei einem Besuch in Wien.

“Das erste Album war in unseren Augen perfekt. Es klingt auch noch immer perfekt. Aber wir sehen keinen Grund, uns an diesem Album messen zu müssen. Unsere Platten stehen nicht in Konkurrenz zueinander”, betonte Hutchcraft. “Das neue Album ist nicht weniger ernst, aber weniger trist. Es ist doch schön, sich an Songs mit unterschiedlicher Stimmung zu probieren. Wichtig ist bloß, keine gekünstelte, falsche Emotion heraufzubeschwören. Das wäre doch unfair den Fans gegenüber. Die Herangehensweise ‘Hier sind ein paar Songs, die euch sicher gefallen, für die wir aber nichts empfinden’ wäre doch falsch!”

“Lieber nach vorne bewegen als sich langweilen”

Abgesehen vom Drang, sich “lieber nach vorne zu bewegen als sich zu langweilen” (Hutchcraft), hatten traurige Ereignisse Auswirkung auf den Sound. “In dem Jahr, an dem wir an den Liedern gearbeitet haben, sind drei unserer Helden gestorben: Prince, David Bowie und George Michael”, sagte Anderson. “Dazu noch die Terrorattacken in unserer Heimatstadt und in der Stadt, in der wir leben. Da gab es keine wirkliche Alternative, als Musik zu machen, die dich von diesen schrecklichen Vorfällen wegbringt. Man kann mit Musik ganz gut in eine andere Welt flüchten.”

Der Kollege am Mikrofon sieht es genauso: “Ja, wir wurden permanent mit schlechten Meldungen konfrontiert. Vielleicht haben wir deshalb unterbewusst weniger schwerfällige Songs gemacht, um dagegen anzukämpfen.”

Album “Desire”: “Leichtere Songs – härteste Arbeit”

Die Songs auf “Desire” haben viel Platz zum Atmen, vorbei sind die frühen Tage von Hurts, als Schicht über Schicht einen sehr dichten Klangteppich in jedem Lied ergab. “Wenn man an einem Lied arbeitet, ist man immer versucht, möglichst viel reinzupacken. Es ist schwierig, leichtere Songs zu machen”, sinnierte Hutchcraft. “Was sehr einfach wirkt, ist oft die härteste Arbeit. Eine Herausforderung ist es, Raum in den Liedern zu lassen – und dass dabei trotzdem nichts fehlt.”

Entstanden sind die aktuellen Songs in einer Londoner Wohnung in relativ kurzer Zeit. “Wir arbeiten sehr diszipliniert, man kann es fast mit einem Bürozeiten-Job vergleichen”, erzählte Anderson. Sein kreativer Partner ergänzte: “Die meisten Lieder wurden nur am Piano oder an der Gitarre geschrieben. Super simpel. Aber diesmal haben wir auch Rhythmen und Grooves verwendet, um einen Song ‘loszutreten’. Das hat Spaß gemacht.”

Am 27. November 2017 gastieren Hurts im Wiener Gasometer. Infos dazu findet man unter diesem Link. 

(Das Interview führte Wolfgang Hauptmann/APA)

(apa/red)

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