Bregenzer Festspiele: Grandioses Jubiläumskonzert

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Jubel für Wiener Symphoniker und Philippe Jordan
Jubel für Wiener Symphoniker und Philippe Jordan - © Bregenzer Festspiele
Vor 70 Jahren, im Gründungsjahr der Festspiele, haben die Wiener Symphoniker unter Hans Swarowsky zum ersten Mal ein Orchesterkonzert in Bregenz gegeben. Beethovens “Eroica” stand 1946 unter anderem auf dem Programm. Daran knüpften die Symphoniker, die inzwischen längst das sommerliche Bregenzer Hausorchester sind, Sonntagmittag im ersten Orchesterkonzert der Jubiläumssaison an.

Die unter Chefdirigent Philippe Jordan grandios aufspielenden Symphoniker wurden nach der Matinee mit Werken von Beethoven, Schubert und Mahler mit großem Beifall und vielen Bravorufen für ein würdiges Jubiläumskonzert bedankt. Verdienten Applaus gab es auch für die deutsche Mezzosopranistin und Wagner-Spezialistin Michaela Schuster, die kurzfristig für die erkrankte Sophie Koch eingesprungen war und Gustav Mahlers “Lieder eines fahrenden Gesellen” sehr musikalisch und einfühlsam interpretiert hat.

Würdiges Festival-Orchester

Philippe Jordan hat die Symphoniker nach zwei Jahren als Chefdirigent gut im Griff und den Klangkörper auf einen anerkannt hohen Standard gehievt. Was an diesem Konzertmittag neuerlich bewiesen wurde. Schon in der einleitenden “Unvollendeten” (Symphonie h-Moll) von Franz Schubert setzte Maestro Jordan auf ein sehr akzentuiertes und pointiertes Dirigat mit unmissverständlichen Gesten. Kontrastreiches Spiel bestimmte nach der Pause noch mehr die Wiedergabe von Beethovens “Siebenter” (Symphonie Nr. 7 A-Dur). Ob die geradezu singenden Celli und abgrundtiefen Kontrabässe, ob die phänomenalen Holzbläser, die Blech- und Schlagzeug-Gruppe, ob der gesamte Streicher-Apparat mit Konzertmeister Jan Pospichal an der Spitze, die Symphoniker waren an diesem Tag ein mehr als würdiges Festspiel-Orchester.

Zwei weitere Orchesterkonzerte

Neben ihrer Funktion als Opern-Orchester absolvieren die Symphoniker noch zwei weitere Orchesterkonzerte. In einer Woche (31. Juli) agiert zum ersten Mal die finnische Dirigentin Susanna Mälkki bei den Bregenzer Festspielen. Zu hören sind Werke von Beethoven, Brahms und Otto M. Zykan. Italienisches erweitert im dritten Konzert der Symphoniker am 8. August den musikalischen Horizont der beiden Opern auf der Seebühne (Turandot) und im Festspielhaus (Hamlet). Unter der Leitung von Enrique Mazzola erklingen Verdi, Donatoni und Donizetti.

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