Bregenzer Festspiele bringen “Moses in Ägypten” auf die Bühne

Großer Saal im Festspielhaus Bregenz
Großer Saal im Festspielhaus Bregenz
Die Bregenzer Festspiele bringen 2017 die selten gespielte Oper “Moses in Ägypten (Mosè in Egitto)” von Gioachino Rossini im Festspielhaus zur Aufführung. Die Hausoper soll am 20. Juli 2017 ihre Premiere feiern und insgesamt drei Mal gezeigt werden.

Inszeniert wird der biblische Stoff von der Niederländerin Lotte de Beer gemeinsam mit dem Theaterkollektiv “Hotel Modern”. Die musikalische Leitung wird der in Spanien geborene Italiener Enrique Mazzola übernehmen, es spielen die Wiener Symphoniker, teilten die Bregenzer Festspiele am Dienstag mit. Für das Bühnenbild der Oper, die 1818 in Neapel uraufgeführt wurde, wird Christof Hetzer verantwortlich zeichnen, der bereits 2015 die Szenerie für die Hausoper “Hoffmanns Erzählungen” schuf. Als Spiel auf dem See steht 2017 und 2018 Georges Bizets “Carmen” auf dem Programm.

Große, dreiaktige Oper

Geschrieben hat Rossini die Oper “Mosès in Egitto” für die Passionszeit 1818. Mit der Wahl dieses alttestamentarischen Stoffes umging er das herrschende Verbot, während der Fastenzeit Opern aufzuführen. Tatsächlich ist das Werk stilistisch aber eine typische große, dreiaktige Oper und auch inhaltlich verfügt sie über alle nötigen Zutaten – vor allem durch die heimliche Liebe des ägyptischen Thronfolgers zu einer Hebräerin. Der Prinz überzeugt den Pharao, die Israelis nicht freizulassen und fordert damit den Zorn des israelischen Gottes heraus. Dieser schickt den Ägyptern allerlei Plagen und geleitet sein Volk schließlich durch die Spaltung des Roten Meeres in die Freiheit.

Gebet der gefangenen Israelis

Über die Inszenierung dieser Inhalte haben sich die Künstler von “Hotel Modern” bereits Gedanken gemacht. So wollen sie etwa für die Darstellung der Plagen und der Teilung des Meeres mit abgefilmten Objekten und Miniaturpuppen eine eigene Realität für den Zuschauer entstehen lassen. Zur Aufführung gelangt bei den Bregenzer Festspielen die italienische Fassung der Oper. Darin enthalten ist auch das ergreifende Gebet der gefangenen Israelis, das wohl bekannteste Stück aus Rossinis Werk. Der Komponist fügte es erst ein Jahr nach der Uraufführung hinzu.

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