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Bodenständige Alpenkönigin

Alpenkönigin wird sie respektvoll genannt. Den Titel hat sich Martha Schultz (54) redlich verdient.
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Das Familienimperium, das sie gemeinsam mit ihrem Bruder Heinz in der bereits vierten Generation führt, legt beredtes Zeugnis davon ab, was Unternehmergeist bewirken kann. Doch hoheitsvolle Attidüden sind der Zillertalerin fremd. Vielmehr ist Schultz der Inbegriff von Bodenständigkeit und stark genug, das auch zu vertreten. „Mein Glück war, eine Mutter zu haben, die mich forderte und selbstbewusst erzog“, erzählt Martha Schultz. Doch genau dieses Selbstbewusstein vermisst die Unternehmerin bei vielen Frauen. „Dabei wäre es wichtig, dass wir uns bemerkbar machen, laut sind.“

Datenbank mit Qualität
Sie wünscht sich mehr Frauen in Führungspositionen, ohne dass es eine Quote dafür braucht. „Denn wir haben sie“, sagt die stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Wirtschaftskammer und nennt als Quelle eine Datenbank, in der über 200 qualifizierte Frauen gelistet sind. Für sie ist sich Martha Schultz auch nicht zu schade fürs Klinkenputzen bei Aufsichtsräten. Immer wieder durchforstet sie Firmen auf der Suche nach freiwerdenden Plätzen in solchen Gremien, um dann dort anzuklopfen. Sie möchte nicht nur zehn, sie möchte in die Breite. „Es ist eine Sisyphusarbeit“, merkt sie lächelnd an.

Sie selbst brauchte nicht lange zu überlegen, als sie der Ruf von WKO-Präsident Christoph Leitl erreichte. Die umtriebige Tirolerin hielt sich an den Rat der ehemaligen Innsbrucker Bürgermeisterin Hilde Zach, die ihr empfahl, bei solchen Anfragen ohne nachzudenken Ja zu sagen. Die Männer würden sich da auch nicht den Kopf zerbrechen, argumentierte Zach weiter. Das saß. Noch bevor sie die Familie informierte, sagte sie Leitl zu. Inzwischen ist Schultz nicht nur Unternehmerin mit Herzblut, sondern auch Interessenvertreterin mit Leidenschaft. „Es braucht Veränderung, um Österreich wieder an die Spitze zu bringen. Da will ich dabei sein.“ Klare Worte aus dem Mund einer Frau, die weiß, was sie will.

Nie konnte sie etwas aufhalten. Hürden, die sich ihr in den Weg stellten, räumte sie aus. Als alleinerziehende Mutter musste sie Beruf und Sohn managen. Allerdings haperte es mit der Kinderbetreuung. Kurzerhand stellte Martha Schultz gemeinsam mit einer anderen Mutter die erste private Kleinkindbetreuung auf die Beine. Ihr Vater unterstützte sie dabei. „Er musste sich am Stammtisch dafür verteidigen“, ergänzt Schultz diese besondere Geschichte.

Gemeinsame Kosmetiklinie
Skiresorts, Hotels im Tal und am Berg, Golfplatz, Baufirma: Das Unternehmen ist kräftig gewachsen. Auch wenn der Vater nach außenhin repräsentierte, so hatten doch auch die Frauen ihren Stellenwert. Martha Schultz trat quasi in die Fußstapfen ihrer Mutter, die mit 17 Jahren die jüngste Unternehmerin im Zillertal war. Am Mittagstisch wurde alles besprochen. Den gibt es immer noch, wenngleich nicht mehr so häufig. Jetzt ist schon die nächste Generation dabei. Es sei wichtig, den Jungen das Unternehmersein vorzuleben. Ihren inzwischen 30-jährigen Sohn zog es jedoch nicht in Mamas Metier. Er wurde Apotheker. Doch Martha Schultz wäre nicht Martha Schultz, hätte sie nicht auch daraus etwas gemacht. Gemeinsam mit dem sohn kreiert sie eine Kosmetiklinie.

VIDEO
Zukunftsgarant Unternehmergeist

Zur Person Martha Schultz

GEBOREN 20. September 1963 in Innsbruck
AUSBILDUNG Höhere Lehranstalt für Tourismusberufe in Klessheim
LAUFBAHN seit 2004 im Unternehmen
WOHNORT Fügen im Zillertal

UMFRAGE Wie hat Ihnen der Vortrag gefallen?

„Bei Frau Schultz merkt man, dass sie Unternehmerin mit Herzblut ist. Sie steckt die Leute mit ihrer Begeisterung man und bleibt dabei aber ungemein professionell. Mich hat sie auf jeden Fall inspiriert.“
Alexander Muxel, Muxel Consulting

„Martha Schultz hat ihre Erfolgsgeschichte sehr authentisch erzählt. Bemerkenswert ist auch ihre angenehme Bescheidenheit, von der sich der ein oder andere Mann eine Scheibe abschneiden könnte.“
Gerald Fleisch, GF Vorarlbeger KHBG

„Schultz ist eine aufgestellte Frau mit beeindruckenden Zukunftsvisionen. Dass sie die Thematik aus der Sicht einer Touristikerin und alleinerziehenden Mutter schilderte, finde ich besonders interessant.“
Manuela Partel, Schlosshofen

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