Bodenseedurchquerung: Am Dienstag startet der nächste Extremschwimmer

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Maximilian Melyarki schwimmt für einen guten Zweck. Maximilian Melyarki schwimmt für einen guten Zweck. - © OVB, Google Maps
Bregenz, Bodman - Nachdem die 47-jährige Dresdnerin Kirsten Seidel in der Nacht auf Montag ihren Versuch, den Bodensee schwimmend zu umrunden, mit einem Rekord nach 36 Stunden in Bregenz abgebrochen hat, startet schon am Dienstag der nächste Extremschwimmer.

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Der 22-jährige Wirtschaftsrechtstudent Maximilian Melyarki aus Altötting (Bayern) wird um 9.00 Uhr früh in Bodman (Baden-Württemberg) ebenfalls ohne Neoprenanzug in den Bodensee steigen und das Wasser - wenn alles gut geht - erst im 64 Kilometer entfernten Bregenz wieder verlassen.

"Maxi" Melyarki wird von einem Boot aus von seinem Team betreut. Dieses versorgt ihn mit Getränken und Nahrung, so Oliver Halder von bodenseequerung.de. Das Team werde laufend seinen Zustand überwachen. Einige Sorge bereiten Melyarki die Strömungsverhältnisse, die bereits den Zeitplan von Kirsten Seidel durcheinanderbrachten. Die derzeit hohen Temperaturen seien sowohl Vor- als auch Nachteil. Zwar sei das Wasser warm, die Sicht werde aber möglicherweise durch Schwebeteilchen eingeschränkt und die Gefahr von Gewittern steige.

Der Sonne ausgesetzt

Zudem wird Melyarki der Sonne komplett ausgesetzt sein, ein schmerzhafter Sonnenbrand oder ein Hitzestau unter der Badekappe könnten einen Abbruch erzwingen. Verläuft aber alles plangemäß, wird Melyarki 24 Stunden nach seinem Start, also am Mittwoch gegen 9.00 Uhr, in Bregenz erwartet. Für jeden geschwommenen Kilometer hofft Melyarki auf Geldspenden für ein Projekt zur Prävention von sexuellem Missbrauch von Kindern.

Während Kirsten Seidel ihre Schwimmtour nicht als Rekordversuch, sondern als Aktion für krebskranke Kinder verstanden sehen wollte, werde Maximilian Melyarki sich an die Regularien der Bodenseequerung halten, so Halder. Diese sehen unter anderem vor, dass der Schwimmer weder das Boot noch seine Begleiter berühren darf und bis zum Schluss im Wasser bleiben muss. Genau geregelt sind auch Zeitnahme und Bekleidung. Ein sogenannter Observer überprüft die Regeleinhaltung. Der Extremschwimmer Bruno "Orca" Dobelmann scheiterte vor rund einem Monat zum zweiten Mal bei seinem Weltrekordversuch, diese Distanz ohne einen isolierenden Neoprenanzug zu schwimmen.

(APA)

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