Erfolgreich: Kirsten Seidel und Sandra Albrecht. - © APA/VOL.AT/Stiplovsek
Am 01. August 2001 gelang es der Schwimmerin Sandra Albrecht als erste, den Bodensee zu durchqueren. Für die knapp 64 Kilometer brauchte sie damals exakt 23 Stunden und 23 Minuten. Aber auch die gebürtige Bayreutherin, im bürgerlichen Leben Lehrerin, lernte bei ihrem ersten Anlauf im August 2000 die Tücken des Sees kennen: Diese sind neben den Wetterkapriolen die Seeströmungen. Schon zu Beginn macht ihr das Wetter zu schaffen. Aber trotz Sturmwarnungen und Regens machte Albrecht weiter. Nachdem das Wetter zunehmend rauer wurde, musste der Rekordversuch verschoben werden. Ein Jahr später triumphierte sie dennoch über das “Alemannische Meer”.
Elf Jahre später trat Kirsten Seidel in ihre Fußstapfen: Ursprünglich wollte sie den See sogar umrunden. Dieses Ansinnen ist zwar nicht geglückt – auch sie kam aufgrund der Strömungen an ihre Grenzen. Teilweise waren nur mehr 300 Meter pro Stunde zu bewältigen. Immerhin gelang es ihr, das Kunststück Albrechts zu wiederholen. Für die Strecke Bodman – Bregenz brauchte die 47-jährige gut 36 Stunden. Da sie die Strömungen immer wieder zurückwarfen, sei die Dresdnerin laut Sprecherin insgesamt 78 Kilometer geschwommen. Trotzdem wäre ein Rekord gelungen: Sie habe die Strecke ohne Neoprenanzug bewältigt.
Bruno Dobelmann, der “Orca”, war vor einem Monat schon zum zweiten Mal damit gescheitert, den Bodensee ohne Neoprenanzug in seiner ganzen Länge von 64 Kilometern zu durchschwimmen. Der 22-jährige Extremschwimmer Maximilian Melyarki aus Bayern startete am Dienstag einen Rekordversuch, den allerdings in der Nacht auf Mittwoch abbrechen musste.
Die Frauen zeigen es den Männer also wie es geht – reiner Zufall oder sind die Damen einfach besser und stärker? Was meinen Sie?
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