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Blum-Ausbildner nimmt nach Sexismus-Vorwürfen seinen Hut

Drei Mädchen haben gegen ein Blum-Ausbildner schwere Vorwürfe erhoben. Drei Mädchen haben gegen ein Blum-Ausbildner schwere Vorwürfe erhoben. - © Bernd Hofmeister
von Marc Springer (VOL.AT) - Höchst. – Die Vorwürfe wiegen schwer und es steht Aussage gegen Aussage. Drei weibliche Blum-Lehrlinge haben einem Ausbildner respektloses Verhalten und Sexismus vorgeworfen. Nach einem Gespräch mit allen Beteiligten, das zu keinem klaren Ergebnis führte, löste der Ausbildner von sich aus das Dienstverhältnis auf.

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Die weltweit agierende Firma Julius Blum GmbH in Höchst ist ein Vorzeigebetrieb in Sachen Lehrlingsausbildung. In einem Artikel der SPÖ-nahen Jugendzeitschrift “derfunke” berichteten drei Mädchen allerdings von sexistischen Verbal-Attacken und respektlosem Verhalten eines Ausbildungsleiters. Als der Vorfall in der Geschäftsführung und der Ausbildungsleitung bekannt wurde, reagierten die Verantwortlichen umgehend. “Wir haben unter Einbeziehung des Betriebsrates und des Jugendvertrauensrates, in dem drei weibliche Lehrlinge vertreten sind, Gespräche mit den Betroffenen geführt”, sagt Blum-Pressesprecher Heimo Lubetz. “Was wirklich gesagt wurde, ist bis heute nicht restlos geklärt. Es gab aber Ungereimtheiten. Der Ausbildner hat daraufhin von sich aus das Dienstverhältnis gelöst.”

Blum bildet 250 Lehrlinge aus

Die Firma Blum beschäftigt 250 Lehrlinge und 30 Ausbilder. Wie Lubetz festhält, seien die Erfahrungen mit weiblichen Lehrlingen sehr positiv. “Mädchen sind zum überwiegenden Teil sehr fleißig und leistungsbereit. Besonders freut es uns, dass wir vor einem Jahr die erste weibliche Ausbildnerin für uns gewinnen konnten.” Jahrzehntelang waren Ausbildungsberufe in der Metall-Industrie eine männliche Domäne. Durch den Geburtenrückgang und das attraktive Ausbildungssystem, interessieren sich mittlerweile aber auch immer mehr Mädchen für diese Berufsbranche. “Wir haben diese Entwicklung bereits vor 10 Jahren erkannt und aus diesem Grund unsere Bemühungen mehr Mädchen für technische Berufe zu gewinnen, forciert”, konstatiert Lubetz. Deshalb unterstützt Blum auch Aktionen wie “FIT – Frauen in technischen Berufen” oder “Ich kann, ich traue es mir zu”.

Bekenntnis zu Frauen in technischen Berufen

Die Bemühungen haben bereits Früchte getragen. Heute liegt der Mädchenanteil bei den Blum-Lehrlingen bereits bei 15 Prozent. Von Blum-Seite gibt es jedenfalls ein klares Bekenntnis zu Mädchen in technischen Berufen: “Wir wollen diesen Anteil weiter steigern.” Zudem wirke sich die verstärkte Präsenz von Frauen und Mädchen auch auf den Umgangston in den gemischten Werkstätten aus. Da wiegen die Vorwürfe der drei Mädchen natürlich doppelt schwer: “Leider haben wir keine perfekte Welt. Dies gilt auch für unser Unternehmen. Es ist allerdings klar festzuhalten, dass wir in unserer Wertehaltung größten Wert auf einen korrekten Umgang untereinander legen”, sagt Lubetz abschließend. (MSP)

Leider haben wir keine perfekte Welt. Dies gilt auch für unser Unternehmen.

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Ort: Industriestraße 1, 6973, Höchst
Mitarbeiter:
Umsatz:
Webseite: http://www.blum.com

Die Julius Blum GmbH ist ein weltweit tätiges Unternehmen, das auf die Herstellung und den Vertrieb von Möbelfunktionsbeschlägen spezialisiert ist. Die Hauptproduktgruppen sind Klappen-, Scharnier- und Auszugsysteme für Möbel, vorwiegend in Küchen. Kunden von Blum sind große und kleine Möbelhersteller, vom Industrieunternehmen bis zum Tischlereibetrieb sowie der Beschlagfachhandel. Rund 6.100 Mitarbeiter arbeiten an den Produktionstandorten Österreich (7 Werke), USA, Brasilien und Polen an der Herstellung von innovativen Beschlagslösungen, die stets die Annäherung an die perfekte Bewegung im Fokus haben. Blum hat 27 Tochtergesellschaften und Repräsentanzen. Weltweit werden inzwischen über 100 Märkte beliefert. weiterlesen »
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