Bergöntzle-Orgel neu intoniert

Von Gemeindereporter Harald Hronek
Orgelbaumeister Ferdinand Stemmer brachte die Bergöntzle-Orgel wieder auf Vordermann.
Orgelbaumeister Ferdinand Stemmer brachte die Bergöntzle-Orgel wieder auf Vordermann. - © amp

Rund 25.000 Euro kostet die “Überholung” der historischen Bergöntzle-Orgel.
Bludesch Schimmelpilz und Staub haben der Bergöntzle-Orgel in der Bludescher Pfarrkirche in den letzten Jahren arg zugesetzt. Im Zuge einer aufwendigen Generalsanierung zwischen 1997 und 1999 wurde die aus der Elsässischen Silbermann-Schule stammende Orgel vom Schweizer Orgelbaumeister Ferdinand Stemmer in den Originalzustand mit Stutzpedal und historischer Stimmung zurückgebaut. Die Bludescher Orgel ist mittlerweile Anziehungspunkt für Konzert-Organisten aus ganz Europa. Zu hohe Luftfeuchtigkeit und mangelnde Durchlüftung sieht Stemmer als Hauptursache für den Schimmelbefall und die Korrosion. In einem aufwendigen Verfahren wurden nunmehr alle Orgelpfeifen und das Orgelwerk selbst gereinigt und mit einem Spezialmittel gegen künftigen Schimmelbefall imprägniert. Die Gesamtkosten für die neuerliche Sanierung belaufen sich auf rund 25.000 Euro.

Ein unbezahlbarer Schatz
“Die Bludescher wissen eigentlich gar nicht, was sie mit diesem kostbaren Orgelwerk für einen Schatz in ihrer Gemeinde haben”, schwärmt Orgelexperte und Kirchenmusiker Bernhard Loss über das Instrument. Die Bergöntzle ist österreichweit die einzige Barockorgel dieser Art. Für den Schweizer Orgelbauer Ferdinand Stemmer gehört zur Wartung dieses Instrumentes auch das notwendige “Herzblut”. Die Sensibilität des Instrumentes fängt bei den Registern an und hört bei der Stimmung von 415 Herz bei 16 Grad Celsius auf. Dazwischen liegt ganz einfach Facharbeit, die nur von Experten geschätzt und instand gehalten werden kann. Zur offiziellen Übergabe nach der Generalsanierung waren Bernhard Loss und Johannes Hämmerle vom Orgel-Diözesanrat, Christine und Rudolf Kurnik, Guntram Jussel und Wiltrud Konzet vom Bergötzle-Verein, Pfarrer August Bechter und Helmut Micheli von der Pfarre erschienen.

Kirche wird belüftet
Um künftig gröberen Schaden von der Orgel und den sakralen Gemälden in der Kirche abzuwenden, will man seitens der Pfarre die Pfarrkirche automatisch belüften. Durch einen wenig atmungsfreundlichen Anstrich im Kircheninneren ist die Luftfeuchtigkeit generell zu hoch und fördert damit Schimmel und Korrosion. “Es muss rasch gehandelt werden”, macht Ferdinand Stemmer auf mögliche Folgeschäden aufmerksam. “Innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen sollten die automatischen Fensteröffner montiert sein”, beruhigt Helmut Micheli. AMP

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