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Biathleten wollen auch im dritten Bewerb gefallen

Simon Eder ist mit dem bisherigen Abschneiden nicht so unzufrieden
Simon Eder ist mit dem bisherigen Abschneiden nicht so unzufrieden ©APA
Nach Sprint und Verfolgung geht für die Biathlon-Herren am Donnerstag mit dem Einzel der dritte Olympia-Bewerb in Szene. Beim schießlastigsten und mit 20 Kilometern längsten Rennen starten für Österreich Simon Eder, Julian Eberhard, Dominik Landertinger und Tobias Eberhard. "Die Einzelplatzierungen bisher in der Saison waren gut", hofft Cheftrainer Reinhard Gösweiner auf ein gutes Abschneiden.

Denn die bisherigen Olympia-Vorstellungen in Alpensia waren nicht schlecht. Vor allem der Sprint, in dem Julian Eberhard nach einem Stockbruch Bronze um nur 7 Zehntel verpasst hatte. “Aber das ist meine Parade-Disziplin”, weiß der laufstarke Salzburger, dass für ihn die Trauben im Einzelbewerb mit der automatischen Strafminute nach Schießfehler höher hängen. “Da kann die Strecke im Grunde sein, wie sie möchte. Einen Fehler holt man nicht auf. Wichtig ist also, in allen vier Schießeinlagen perfekt durchzukommen.”

Simon Eder hatte in der Verfolgung 14 Plätze aufgeholt und als 14. Selbstvertrauen getankt. “Ich bin aber mit beiden Rennen bisher gar nicht so unzufrieden”, sagte der 34-jährige Routinier. “Jetzt kommen noch zwei Einzelrennen, vielleicht geht’s uns ja da auf”, blickte der Vierte von Sotschi 2014 schon voraus. “Das große Ziel bleibt bis zum Schluss eine Medaille.”

Die Temperaturen sollen bis Donnerstag zwar etwas nach oben gehen, der Wind werde aber weiter Thema sein, ist Eder überzeugt. “Da hat’s einige schon erwischt. Wir haben aber auch schon schlimmere Rennen erlebt.”

Bei Landertinger ist bisher nicht alles nach Plan verlaufen. Der Hochfilzener hat jedoch als Sechster in Ruhpolding vor Eder seine bisher beste Saisonplatzierung im Einzelbewerb erreicht und die Strecke in Pyeongchang liegt ihm. “Die Vorzeichen stehen nicht so schlecht. Das ist sicher der Bewerb, in dem ich zur Zeit die meisten Chancen habe, weil es mir läuferisch nicht ganz so rosig geht.”

Landertinger findet den Einzelbewerb “super, weil es wirklich übers Schießen geht. “Das kommt mir bissl entgegen, da kann ich es mir etwas besser einteilen. Ich hoffe, dass ich wirklich eine gute Leistung bringen kann”, sagte der Olympia-Zweite von Sotschi im Sprint, der in Südkorea nach diesem kürzesten Rennen erfrierungsähnliche Erscheinungen im Gesicht gehabt hatte. “Ich habe es dann abklebt und gut eingeschmiert. Es ist kein Problem.”

Tobias Eberhard hatte die Verfolgung verpasst und stattdessen einen Tag trainiert. “Ich hab’s mir bei verstärktem Wind nochmals angeschaut. Das Training war wichtig für das Selbstvertrauen.”

Cheftrainer Gösweiner ist mit den bei Olympia bisher gezeigten Leistungen nicht unzufrieden. “Wir haben ganz stark angefangen. Wenn man die Ergebnisse anschaut, war es bisher vom Schießen her aber wirklich nicht leicht”, sprach auch Gösweiner den starken Wind an. “Wir haben uns mittlerweile aber gut darauf eingestellt. Im Liegendbereich sind wir etwa in der Verfolgung wirklich gut durch die Runde gekommen. Stehend ist es schon ein Unterschied, ob man in der Mitte oder im Oberen schießen kann. Im Einzel kann man es sich aussuchen. Da wissen sie, was sie taktisch machen müssen.”

Dass seine Athleten bisher gute Einzelergebnisse abgeliefert hatten, mache Mut. “Im Einzel kann jeder sein Rennen für sich gestalten, wie er es am besten kann. Dieser Wettkampf ist für uns top.”

Das sieht auch Julian Eberhard ähnlich. “Aber taktieren ist trotzdem nicht möglich, dazu ist die Dichte zu groß.” Den Ärger über Platz vier habe er rasch verarbeitet gehabt, ebenso jenen über die gleich sechs Schießfehler in der Verfolgung.

“Der Schlaf danach war zwar etwas lückenhaft”, gestand er lachend. “Aber es heißt Wunden lecken und wieder los legen. Im Einzel ist wichtig, so viele Treffer wie möglich zu machen, es ist also eine andere Herangehensweise. Aber das Ziel ist grundsätzlich immer der Sieg.”

Im Sprint hatte ihm neben dem Stockbruch womöglich auch das Material den Sieg gekostet. “Ich bin bei der besten Skifirma. Es gibt einfach Passagen auf der Loipe, wo ich noch nicht dort bin, wo ich sein möchte”, relativierte er.

Die Linienwahl, aber auch das Wachs sei zu hinterfragen, um aus dem Ski das Optimum rausholen, sagte Eberhard. “Ich und die Serviceleute sind gefordert. Vielleicht sollte ich mir auch Tipps von den Abfahrern holen.”

Für ihn sei die Ausgangslage im Einzel eine ganz andere als im Sprint. “Die drei Weltcupsiege habe ich alle im Sprint geholt und ich war hier praktisch Titelverteidiger. Da war ich deshalb auch ein Kandidat für Gold. Das kann ich im Einzel nicht sagen. Da haben viele die Kompetenz, null zu schießen. Das muss ich erst einmal schaffen.”

(APA)

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