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6. Oktober 2011 10:51; Akt.: 6.10.2011 10:51

BHP plant höchstgelegene Bergstation Österreichs

Die Bergstation fügt sich in die Formenwelt der ganzjährig bestehenden, von der Natur hergestellten „Schneearchitektur" ein. Die Bergstation fügt sich in die Formenwelt der ganzjährig bestehenden, von der Natur hergestellten „Schneearchitektur" ein. - © BHP
Dornbirn, Widnau, Wien - Die Wildspitzbahn führt auf den mit 3.440 Metern Seehöhe höchsten, seilbahntechnisch erschlossenen Gletscher Österreichs, den Hinteren Brunnenkogel hinauf.

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Die Bahn wird nun komplett erneuert und durch ein Bergrestaurant erweitert. Für die Architektur der neuen Bergstation an diesem einzigartigen Ort zeichnet das Architekturbüro Baumschlager Hutter Partners verantwortlich. Die Fertigstellung ist für 2012 geplant.

Die neue Bergstation der Wildspitzbahn wird nach ihrer geplanten Fertigstellung Ende 2012 nicht nur Österreichs höchste Gipfelstation, sondern mit dem integrierten Restaurant auch das höchste Bergrestaurant in den Ostalpen sein. Der Entwurf für das Gebäude orientiert sich deshalb auch an der großartigen Naturlandschaft der Tiroler Bergwelt. „Die einzigartige Aussicht in die Alpen war der Ausgangspunkt zu allen Überlegungen und zur Formensprache der Konstruktion”, erklärt Architekt Carlo Baumschlager.

Extreme Bedingungen

Die spektakuläre Lage stellt das Architektenteam von Baumschlager Hutter Partners vor besondere Herausforderungen: Geringste Aufstandsflächen, die Gletscherzunge, steil abfallende Bergseiten und die extreme Höhenlage mit entsprechender Sonneneinstrahlung, Wind und dünner Luft, schränken die Spielräume stark ein. Gebaut werden kann nur in den wärmeren Sommermonaten. Eine Stahl-Alu-Konstruktion auf die bereits bestehenden Fundamente abgestellt, bildet die Basis für eine Form, die auf die Aussicht einerseits und die Witterungsbedingungen andererseits reagiert.

Technisch innovativ

Die exakte technische Ausführung ist dabei wesentlich, wie Carlo Baumschlager ausführt: „Das gebogene Aluminiumdach ist eine Herausforderung, weil die Herstellung der Form, dem Erstellen einer Rennautokarosserie gleicht. Höchste Präzision bei allen Einzelteilen bestimmt den Prozess.” Die geschwungenen Formen im Gebäude sind eine Besonderheit, weil sie sich auf spannende aber zurückhaltende Art in die Landschaft einfügen. Große Glasfronten verbinden den Innenraum mit der Umgebung.

Innovative Architektur

Auf der Bergstation erwartet den Besucher eine imposante Aussicht auf die Wildspitze – von der freischwebenden Sonnenterrasse oder von den breit angelegten Panoramafenstern des Cafés. „Aus einer Vielzahl von Architekturvorschlägen für die neue Wildspitzbahn fiel der Vorschlag von Baumschlager Hutter Partners ganz besonders ins Auge. Die fließenden Formen der Dächer, die freischwebende Terrasse und die weitläufigen Fensterfronten unterstreichen die Pitztaler Gletscherwelt. Ebenso wurde die große Herausforderung der extremen Höhe und des geringen Platzes an der Bergstation von Baumschlager Hutter Partners perfekt gemeistert. Ihre kreative und professionelle Arbeit hat uns einfach überzeugt”, zeigt sich auch Hans Rubatscher, Geschäftsführer der Pitztaler Gletscherbahnen von der neuen Bergstation und der Zusammenarbeit mit den Architekten begeistert. Die neue Wildspitzbahn soll Ende 2012 in Betrieb gehen.

Über Baumschlager Hutter Partners

Das Architekturbüro Baumschlager Hutter Partners wurde 2010 in Dornbirn gegründet. Der Vorarlberger Carlo Baumschlager und der Schweizer Jesco Hutter sind keine Unbekannten in der internationalen Architekturszene. Beide sind versierte Architekten, deren innovative Projekte schon bisher weltweit Anerkennung fanden: Hutter als innovativer Kopf von Novaron und Suum Architects, Baumschlager als früherer Partner der international bekannten Baumschlager Eberle Gruppe.

Baumschlager Hutter Partners hat sich vom Start weg sehr erfreulich entwickelt”, freuen sich die Architekten. „Wir sind nicht nur auf unseren Heimmärkten Österreich und Schweiz erfolgreich, sondern konnten auch bereits einige internationale Wettbewerbe gewinnen.” Aktuell ist das Unternehmen in Deutschland, Luxemburg und der Türkei tätig. Baumschlager Hutter Partners ist mit Standorten in Widnau in der Schweiz und in Wien vertreten. Insgesamt zählt die Gruppe derzeit 23 Mitarbeiter – Tendenz steigend.

Fact-Box Wildspitzbahn:

  • Höchste Bergstation Österreichs auf 3.429 Metern Seehöhe
  • Bauherr: Pitztaler Gletscherbahnen GmbH & Co KG, AT, St. Leonhard im Pitztal
  • Planung: Baumschlager Hutter ZT GmbH, AT, Dornbirn
  • Projektleitung: Oliver Baldauf
  • Nutzfläche: 977 m2
  • Planungsbeginn: 2010
  • Baubeginn: Mai 2011
  • Fertigstellung: Ende 2012

Fact-Box Baumschlager Hutter Partners ZT GmbH

  • Gründung: Oktober 2010
  • Standorte in Dornbirn, Widnau, Wien
  • Partner: Carlo Baumschlager, Jesco Hutter, Oliver Baldauf, Miriam Seiler
  • 23 Mitarbeiter

(Pzwei; Baumschlager Hutter Partners)


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