Bei Moosbruggers auf Kretzboden

Von Gemeindereporter Alfons J. Kopf
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Christoph Moosbrugger bei der Produktion von Bergkäse auf der Alpe Kretzboden. Christoph Moosbrugger bei der Produktion von Bergkäse auf der Alpe Kretzboden. - © A. J. Kopf
Der Alpsommer ist voll im Gange, 39.870 Tiere verbringen diesen Sommer auf einer der 536 bewirtschafteten Alpen in Vorarlberg. 980 Älplerinnen und Älpler sorgen sich um Tiere und Landschaft.   Eine dieser Alpen ist Kretzboden im Gemeindegebiet von Bezau.

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Sie ist vom Vorsäßdorf Schönenbach in nur 20 Minuten Gehzeit erreichbar. Christoph Moosbrugger, der mit seiner Frau Regina die Alpe Kretzboden in Bezau bewirtschaftet, ist froh, wenn zwischendurch ein heftiger Regenguss die derzeit besonders heiße Sommersonne ablöst.

„Wenn es zu lange trocken bleibt, könnten wir Probleme mit der Wasserversorgung bekommen.“ Ohne Wasser für Mensch und Tier sowie für die Reinigung in der Alpsennerei wird es knapp. Derzeit aber ist man zufrieden auf der Alpe Kretzboden. Moosbruggers haben die Alpe von den Eltern übernommen. Während im Schönenbach derzeit Schaffenspause ist  – das Vieh weidet auf höher gelegenen Alpen – werden auf Kretzboden täglich 20 Kühe gemolken. Aus ihrer Milch formt Christoph Moosbrugger jeweils zwei Laibe Bergkäse, Regina Moosbrugger ist für die Butterproduktion zuständig. Beides gibt es für Besucher natürlich zu kaufen, ebenso wie frische Milch, Käsle und das eine oder andere Getränk. Auszeichnungen verweisen darauf, dass die Qualität der Produktion passt.

Mit der Sense am Steilhang

Für die Familie Moosbrugger, die von einem Pfister unterstützt wird, ist es selbstverständlich, dass auch die steilen Hänge im Alpgebiet gepflegt gehören. Das geht nicht anders als mit der Sense, ein Motormäher ist im Steilhang unbrauchbar.

Neben den Kühen hausen auf Kretzboden noch etliche Schweine, an die ein Teil der Molke verfüttert wird. Bis Ende September bleiben Moosbruggers und ihr Vieh auf der Alpe. Und Christoph Moosbrugger ist erfreut darüber, dass ein Sohn offenbar dazu bereits ist, Bauernhof und Alpe zu übernehmen. Er absolviert nach dem Besuch der Landwirtschaftsschule gerade die Lehre als Landmaschinenmechaniker. Solche zusätzlichen Fähigkeiten sind heute mit entscheidend dafür, dass ein Bauer seinen Hof wirtschaftlich führen kann.

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