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Bewohner des Bärenwaldes Arbesbach verschlafen den Winter

Die Bären bereiten sich auf die Winterruhe vor
Die Bären bereiten sich auf die Winterruhe vor ©APA (Vier Pfoten)
Die kalte und dunkle Jahreszeit einfach verschlafen - diesen allzu menschlichen Traum erfüllen sich einige Tierarten, so auch die Bewohner des Waldviertler Bärenwaldes Arbesbach. Doch auch wenn es noch so kalt werden sollte, vor Mitte Dezember haben sich die Tiere noch nie endgültig zur Winterruhe begeben.

Noch streifen die sieben Braunbären, darunter drei Weibchen, durch die fünf Sektoren der von den Vier Pfoten betriebenen Einrichtung. Je nach Verträglichkeit sind die Tiere in drei Gruppen eingeteilt. “Wir schleusen sie von einem Gehege ins nächste, verstecken ihr Futter und deponieren Spielzeug, damit ihnen nicht langweilig wird”, erzählte Leiterin Sigrid Zederbauer.

Die Bären werden so “bespaßt”, um sie ihre früheren Haltungsbedingungen vergessen zu lassen, von denen Verhaltensstörungen wie das stupide Hin- und hergehen stammen. Je spannender man den Raubtieren nun ihren Alltag gestaltet, desto glücklicher und ausgeglichener werden sie. Ansonsten kann man von den Einzelgängern nicht allzu viel Sozialverhalten erwarten.

Wo dürfen die Bären ihren Winterschlaf bzw. -ruhe verbringen? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: eigens von den Betreibern angelegte Höhlen, Hütten oder eine Konstruktion, die aus mit Erde zugeschütteten (Kanal)Betonringen besteht. Diese werden mit Sägemehl und Stroh ausgestattet, aus denen sich die Bären ihr Lager bereiten. In der Natur machen sie das aus Ästen und Laub, ein Instinkt, der in vielen noch so tief verwurzelt ist, dass sie ihre Schlafstätte auch in Arbesbach entsprechend ausstatten.

Haben sie sich einmal zur Ruhe begeben, wachen die Bären in milderen Wintern auch auf, um für ein paar Tage ihren “Pelz auszulüften”, erzählte Zederbauer. Sie streifen dann ein wenig schläfrig herum, fressen aber nur wenig und trinken gerade so viel, um ihre Schleimhäute zu befeuchten. Im März ist es dann langsam vorbei mit der Faulenzerei, aber auch dann geht es nicht von Null auf 100. Deutlich abgemagert, sie verlieren während des Winters rund 30 Prozent ihres Gewichts, ist ihnen im Frühjahr plötzlich der Pelz zu weit, der im Herbst noch recht eng war. “Da braucht es ein paar Wochen, bis sie wieder fit sind. Ältere Tiere haben dann auch Gelenksprobleme”, so Zederbauer.

(APA)

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