In Bludenz mit "Wichner"-Neubelebung infolge Anrainer-Protesten zur Aufgabe veranlasst: Nun zieht es Thomas Krobath mit neuem Disko-Projekt "Rush" über die Ill nach Bürs in den Lünerseepark. - © VN/JS Auf und zu. Noch einmal eine große Party und dann ist Schluss. Die Diskothek „Factory“ im Lünerseepark in Bürs, seit zehn Jahren beliebter Treffpunkt für Szenegänger im Großraum Bludenz, schließt ihre Pforten. Das Club-Event an diesem Wochenende ist gleichsam Schlussakkord für die „Factory“-Disko, die zur George@Joe Vitalgastronomie-GmbH mit den Geschäftsführern Daniel Scherl und Patrik Bischof gehört. „Wir verabschieden uns von dem Disco-Betrieb und konzentrieren uns in Zukunft ganz auf unsere anderen Szenelokale“, bekräftigt Patrik Bischof. Als da sind das George@Joe in Bürs, sowie die „Werkstatt“ in Rankweil und Imst, das „Limo“ im Montafon und neu das „Marktplatz“ in Rankweil, das Ende September eröffnet.
Abschied und Neuanfang
Das Aus fürs „Factory“ heißt nun aber nicht, dass dem Oberländer Trendpublikum in der ohnehin kargen Disko-Landschaft ein weiterer Tanz- und Partytempel verloren geht. Ein neuer Betreiber steht praktisch schon vor der Tür. Der Gastronom Thomas Krobath, Geschäftsführer der Party-Location „K-Shake“ in Röthis und „Eventhaus“-Betreiber in Altach, wird die Disko mit Aussicht im Bürser Lünerseepark neu übernehmen. „Rush“ soll die überlebte „Factory“-Fabrikdiskothek in Zukunft heißen und der englischen Wortbedeutung nach tatsächlich gleich wieder Hochbetrieb in die Clubräume bringen. „Die Neueröffnung ist für das erste Oktoberwochenende geplant“, sagt Thomas Krobath, der in den nächsten Tagen den Kontrakt mit den Lünerseepark-Eignern unter Dach und Fach bringen wird. Und dann für sein aktuelles Disco-Projekt mit neuem Betriebskonzept richtig loslegen kann. Inzwischen überwiegt bei ihm die Vorfreude über den Neustart in Bürs und lässt ihn die Enttäuschung über das vor Kurzem gescheiterte Disco-Vorhaben über der Ill in Bludenz nach und nach vergessen. Eigentlich wollte Thomas Krobath in der Alpenstadt für eine Neubelebung der Partyszene sorgen. Das passende Objekt hatte man im Wichner-Gebäude im Bahnhofsviertel, in dem früher schon einmal eine Disco untergebracht war, auch schon gefunden. „Es lief eigentlich alles gut an, die Planungen waren schon abgeschlossen“, blickt Thomas Krobath zurück, der auch auf die Unterstützung durch die Stadt Bludenz zählen konnte. In der Bau- und Gewerbeverhandlung durch die BH Bludenz kamen dann indes dermaßen massive Anrainer-Einwände, die sich vor allem auf „zu erwartenden unzumutbaren nächtlichen Passantenlärm in der Disko-Umgebung“ bezogen, dass Thomas Krobath sein Vorhaben aufgab. „Nun also Bürs statt Bludenz“, zieht er einen Schlussstrich.