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"Berührung mit der Welt": Uli Michel über die Herausforderungen einer Sterbeamme

Es gibt sie, die "verwaisten Eltern", die sich schon auf den Beginn oder den Zuwachs ihrer kleinen Familie gefreut hatten. Uli Michel, Hebamme und Sterbeamme, hilft verwaisten Eltern durch die schwierige Zeit. Am Donnerstagabend spricht sie in Arbogast über dieses heikle Thema.

Rund 500 Frauen oder Paare müssen jährlich allein in Österreich lernen mit der Erfahrung einer Fehl- oder Totgeburt weiterzuleben. Verschämte Blicke, gut gemeinte Ratschläge und ein Alltag, der ohne Rücksicht auf Verluste weiterdrängt, sind nicht selten ihre Begleiter. Am Donnerstagabend spricht Uli Michel ab 19 Uhr in Arbogast über dieses schwierige Thema und erzählt aus ihrer Erfahrung als Sterbeamme.

Die Schwellenhüterin

Frauen wie Uli Michel begleiten verwaiste Eltern auf ihrem Weg. Michel ist ausgebildete Hebamme und Sterbeamme. Sie leistet Trauerarbeit und schafft geschützte Räume, in denen Trauer Platz findet und das Leben weitergehen kann. “Ich sehe mich als Amme für Lebensübergänge, als eine Art Schwellenhüterin zwischen dem Lebensanfang und dem Lebensende”, erzählt die Hebamme. Durch ihre Erfahrung kann sie den Frauen Sicherheit vermitteln und der Trauer einen Rahmen geben.

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Die Geburt, ein gesellschaftliches Ereignis

Den Vortrag hält Uli Michel zusammen mit der Vorarlberger Hebamme Susanne Haunold-Sam. Diese setzt sich in der Interessengemeinschaft Geburtskultur für eine neue Wahrnehmung von Schwangerschaft und Geburt in der Gesellschaft ein. Die Interessengemeinschaft bildet sich aus Hebammen, Ärzten sowie Frauen aus den Bereichen Kunst und Kultur. Zusammen engagieren sie sich für eine achtsame und zeitgemäße Geburtskultur. Schwangerschaft und Geburt sollen angstfrei erlebt werden können. Konkret bedeutet das: Bewusstseinsbildung, Aufklärung, Vernetzung und Information.

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Thema ist alles, was in einem Frauenleben Platz hat

Der FrauenSalon Vorarlberg ist eine Initiative der Bildungshäuser Batschuns und Arbogast, des Ehe und Familienzentrums, der Katholischen Frauenbewegung, des Katholischen Bildungswerks und des Frauenreferats der KatholischenKirche Vorarlberg. Seit 2010 findet der FrauenSalon zweimal jährlich statt. Thematisiert wird alles, was ein Frauenleben ausmachen kann. Das heißt: Der FrauenSalon liefert Anstöße, er bringt das Politische ins Private und das Private ins Politische. Im Mittelpunkt aber steht immer das Leben von Frauen heute, ihre Taten, Vorhaben, Ansichten und Lebensweisen.

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