Syrischer Vizepremier: Bereit über Rücktritt Assads zu diskutieren

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Soll zur Demission bereit sein: Assad. Soll zur Demission bereit sein: Assad. - © EPA
Der syrische Vizepremier hat am Dienstag Bereitschaft signalisiert, über einen Rücktritt des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad zu diskutieren. Indes wurde bekannt, dass EU-Staaten syrische Überläufer bezahlt haben soll.

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Kategorisch lehnt die syrische Regierung einen Rücktritt Assads nicht ab: "Während eines Verhandlungsprozesses kann man über alles reden, und wir sind sogar bereit über diese Frage zu sprechen", erklärte Vizepremier Kadri Jamil am Dienstag nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. Einen Rücktritt Assads jedoch zur Bedingung für Verhandlungen zu machen würde bedeuten, dass diese nicht stattfinden würden.

Überläufer werden geschmiert

Eine weitere dramatische Wendung ergab sich im Fall der spektakulären Überläufer der letzten Monate. Wie "spiegel.de" unter Berufung auf die "Times" meldet, sollen manche davon regelrecht abgeworben worden sein. Demnach sollen Golfstaaten gemeinsam mit Ländern der EU Schmiergeld an syrische Amtsträger gezahlt haben, um sie zu einer Abwendung von Assad zu bringen. "Anreize geben" nannte man dies auf einem Treffen europäischer Diplomaten in Katar im Mai. Zwar wurden Schmiergelder nicht explizit erwähnt - dennoch sei jedem klar gewesen, was gemeint sei.

Gerüchte bestätigt

Mittlerweile sind diese Gerüchte auch schon von der Freien Syrischen Armee bestätigt worden sein: "Westliche Geheimdienste sind ganz scharf darauf, Vertreter des Regimes abzuwerben." Aufgrund dieser Tatsachen misstrauen auch viele aus der Oppositionsbewegung den "Abtrünnigen", etwa dem früheren syrischen Botschafter im Irak, Nawaf al-Fares: "Er macht das nicht, weil er ein gutes Herz hat", wie eine Quelle meint.

(APA)

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