BayWa Vorarlberg steigt ins Online-Geschäft ein

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Die BayWa Vorarlberg eröffnet 2018 einen eigenen Online-Shop.
Die BayWa Vorarlberg eröffnet 2018 einen eigenen Online-Shop. - © VN/Hofmeister
Die fortschreitende Digitalisierung vieler Wirtschaftsbereiche ist nicht aufzuhalten und auch klassische Händler mit starker Standortpräsenz in einer Region setzen parallel auf diese Karte. So auch die BayWa Vorarlberg Handels GmbH mit Hauptsitz in Lauterach. Wie Geschäftsführer Walter Eiben gegenüber der Wirtschaftspresseagentur.com ankündigte, werde die BayWa Vorarlberg ab 2018 mit einem eigenen Online-Shop starten.

Das österreichweite Projekt werde gemeinsam mit der Raiffeisen Ware Austria AG (Lagerhäuser) auf Schiene gebracht. “Wir werden nicht unser gesamtes Sortiment, aber doch eine große Auswahl an Produkten in dem Online-Shop anbieten”, so Eiben.

Eigene Standorte bleiben und bekommen eine Zusatzfunktion

Man trage mit diesem neuen Service der Digitalisierung im Handel Rechnung, wenngleich der Fokus weiterhin auf dem stationären Handel mit eigenen Standorten bleibe, so Eiben. Durch die Standorte könne man den Kunden aber mehrere Varianten hinsichtlich der Zustellung der online bestellten Waren anbieten. So können sich Kunden die Waren entweder vom Zentrallager in Traun (OÖ) direkt zusenden lassen oder diese an einem ausgewählten BayWa-Standort abholen und das etwa mit einem weiteren Einkauf vor Ort verbinden. “Wie stark sich das Online-Geschäft in welchem Bereich entwickelt, wird sich zeigen. Wir denken aber, dass man diesen Bereich als Händler keinesfalls ignorieren darf.”

Umsatz leicht rückläufig

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die BayWa Vorarlberg Handels GmbH einen Umsatz von 69,6 Millionen Euro, ein Minus von vier Prozent. Der Rückgang erkläre sich zur Gänze durch die gesunkenen Treibstoffpreise im Geschäftsbereich Mineralöle, wo die BayWa mit Diesel und Heizöl handelt. Die verkaufte Menge sei hier unterdessen sogar gestiegen. Auch die anderen Geschäftsbereiche wie Bau & Garten, Landtechnik, Baustoffe sowie Agrarbedarf hätten sich trotz teils herausfordernder Marktumstände zumindest stabil oder sogar leicht positiv entwickelt.

Vorsteuerergebnis von 2,4 Millionen Euro

Auf der Ertragsseite wurde 2016 ein EGT von rund 2,4 Millionen Euro erzielt, im Jahr davor waren es über 2,6 Millionen Euro. Walter Eiben zeigte sich mit diesem Ergebnis knapp unter dem Rekordergebnis von 2015 “sehr zufrieden”. Denn man müsse bedenken, dass die BayWa Vorarlberg im Vorjahr doch einige Änderungen bei den Standorten zu stemmen hatte. So seien die Standorte Rankweil (ehemals Geringer) und Hittisau (Landtechnik) neu eröffnet worden, während man die Standorte in Rankweil (alte Niederlassung) und in Frastanz (kleiner Standort) geschlossen habe. Die damit verbundenen Anlauf- und Schließungskosten habe man also “gut verdaut”, so Eiben.

Neuer Standort in Bludenz geplant

Gegenwärtig beschäftigt die BayWa Vorarlberg rund 210 Mitarbeiter, um etwa zehn mehr als noch vor einem Jahr. Es gibt sieben Standorte mit teils unterschiedlichen Schwerpunktangeboten. So sind Lauterach, Rankweil und Bludenz sowie Schruns Handelsstandorte mit dem bekannten Angebot aus diversen Bereichen. In Frastanz, Lustenau und Hittisau ist der Bereich Landtechnik konzentriert. Hier gibt es Verkauf, Service und Reparatur von Landmaschinen. “Mit der Eröffnung von Hittisau sind wir jetzt im Landtechnik-Bereich flächendeckend im ganzen Land präsent”, sagte Eiben. In Bludenz wolle man den bestehenden Standort auflassen, er werde anders verwertet. Dafür sei die Eröffnung eines neuen Standortes in der Alpenstadt geplant. Eine Entscheidung soll noch 2017 fallen. Weitere Details wollte Eiben derzeit nicht bekannt geben.

Die BayWa Vorarlberg Handels GmbH gehört zu 51 Prozent der deutschen BayWa AG, 49 Prozent hält die RLB Vorarlberg.

(wpa)

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