Bayern: 59-Jähriger mit riesiger Waffensammlung in Atombunker

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Der 59-Jährige lagerte eine riesige Waffensammlung in seinem Bunker
Der 59-Jährige lagerte eine riesige Waffensammlung in seinem Bunker - © AP/Symbolbild
Aus Angst vor einem Angriff Russlands hat ein Elektriker im niederbayerischen Kelheim in seinem Keller einen Atombunker gebaut. Dort habe der 59-Jährigen zwei Maschinenpistolen, 80 Langwaffen, 60 Handfeuerwaffen, 20.000 Schuss Munition und vierzig Kilo Material zur Sprengstoffherstellung sowie Dutzende Lebensmittel gehortet, wie das Bayerische Landeskriminalamt am Freitag in München mitteilte.

Der Mann wurde im Zuge der Durchsuchungen festgenommen, ihm werden Verstöße gegen das Kriegswaffengesetz, gegen das Waffengesetz und gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen. Nach den bisherigen Ermittlungserkenntnissen wollte der Mann seine Familie vor einem Überfall Russlands schützen, sagte ein Sprecher des LKA. Hinweise auf eine psychische Erkrankung lägen bei dem Handwerker nicht vor, es gebe keinen Antrag auf eine Unterbringung.

Unklar wann er mit dem Bau begonnen hat

Für die Ermittler gibt der Fall dem Sprecher zufolge noch viele Rätsel auf. So sei noch völlig unklar, ob der Mann zu Zeiten des Kalten Krieges oder erst in den vergangenen Jahren mit dem Bau und der Ausstattung des Bunkers begonnen habe. Die Anlage sei aber auf einem aktuellen Stand gewesen, so hätten sich in dem Lager neue Lebensmittelvorräte befunden. Wie der LKA-Sprecher sagte, soll der Festgenommene den Bunker inklusive seiner Luft- und Wasseraufbereitungsanlage alleine gebaut haben. Zur Größe der Anlage konnte der Sprecher keine Angaben machen. Diese sei sehr unübersichtlich und verwinkelt, die Größe müsse noch ermittelt werden.

Rissen mit Bohrhämmern Wände und Böden ein

Spezialisten des LKA benötigten drei Tage zur Durchsuchung der Anlage. Bei dem Einsatz arbeiteten die Ermittler auch mit schwerem Gerät und rissen unter anderem mit Bohrhämmern Wände und Böden ein. Zu den familiären Verhältnissen des Elektrikers äußerte sich der LKA-Sprecher zurückhaltend. Die Familie, die der Mann vor dem russischen Angriff schützen wollte, habe zwar noch mit ihm im Haus gelebt. Die Angehörigen hätten sich aber im Streit mit dem Verdächtigen befunden.

(APA)

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