Bald 1.000 E-Pkw in Vorarlberg

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E-Pkw verbrauchen um zwei Drittel weniger Energie
E-Pkw verbrauchen um zwei Drittel weniger Energie - © Marcel Hagen
Anfang März wird es in Österreich erstmals mehr als 10.000 E-Pkw geben, macht der VCÖ aufmerksam. Jeder elfte E-Pkw hat ein Vorarlberger Kennzeichen. Vorarlberg hat im Bundesländer-Vergleich den höchsten Anteil an E-Pkw.

E-Pkw verbrauchen im Vergleich zu Benzin- und Diesel-Pkw deutlich weniger Energie und verursachen viel weniger CO2, wenn sie mit Ökostrom fahren. Ab 1. März wird der Kauf von E-Autos in Österreich mit4.000 Euro gefördert. Der VCÖ weist darauf hin, dass die Klima- und Energieziele mit E-Autos alleine nicht zu erreichen sind.

Die Zahl der E-Autos nimmt deutlich zu. Anfang März wird es in Österreich erstmals mehr als 10.000 E-Pkw geben, macht der VCÖ aufmerksam. In Vorarlberg gibt es mittlerweile mehr als 850 E-Autos, das sind fast doppelt so viele wie Ende 2014 und zehn Mal so viele wie im Jahr 2010.

90 Prozent weniger CO2

Die Staatengemeinschaft hat mit dem Klimaabkommen von Paris den weltweiten Ausstieg aus fossilen Energieträgern und damit auch aus Erdöl bis zum Jahr 2050 beschlossen. “Dieses Ziel ist im Verkehrsbereich eine besonders große Herausforderung. Heute kommen 87 Prozent der vom Verkehr benötigten Energie aus Erdöl, bei den Kfz sind es sogar 92 Prozent. Um das Ziel der erdölfreien Mobilität zu erreichen, führt an der E-Mobilität kein Weg vorbei”, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Der Bedarf des Verkehrs an erneuerbarer Energie wird in Zukunft stark steigen.

Der Energieverbrauch eines E-Pkw ist um rund zwei Drittel niedriger als eines Benzin- oder Diesel-Pkw. Und wenn E-Autos Ökostrom tanken, verursachen sie auch in ihrer Gesamtbilanz (Stromerzeugung, Betrieb, Fahrzeugherstellung) um fast 90 Prozent weniger CO2 als Pkw, die Benzin oder Diesel tanken.

E-Pkw werden steuerlich begünstigt

Ab 1. März wird in Österreich zusätzlich zu den bereits bestehenden steuerlichen Begünstigungen der Kauf von E-Pkw mit 4.000 Euro gefördert. Damit sich E-Pkw am Markt durchsetzen können, braucht es aber vor allem politische Maßnahmen. Auf EU-Ebene sind für das Jahr 2025 niedrige CO2-Grenzwerte für Neuwagen zu beschließen. Damit müssen die Hersteller mehr E-Pkw auf den Markt bringen, die Auswahl an Modellen steigt und der Kaufpreis sinkt. Zudem ist ein Ausstiegszeitplan für Diesel- und Benzin-Pkw zu beschließen. Um das Ziel des Klimaabkommens von Paris erreichen zu können, sollten spätestens im Jahr 2030 keine neuen Diesel- und Benzin-Pkw mehr verkauft werden.

“Eines ist aber auch klar. Mit E-Pkw alleine wird Österreich seine Energie- und Klimaziele nicht erreichen können. Es braucht umfassendere Änderungen im Verkehrssystem, angefangen von einer verkehrssparenden Siedlungsentwicklungen bis hin zu einem umfassenden Ausbau des Öffentlichen Verkehrs sowie der Radfahrinfrastruktur”, betont VCÖ-Experte Gansterer. Handlungsbedarf gibt es in Österreich beim Steuersystem. Derzeit sind die Steuern auf Arbeit hoch, während Energie- und Ressourcenverbrauch sehr niedrig besteuert sind, was sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer und arbeitsmarkpolitischer Sicht kontraproduktiv ist.

Zahl der E-Pkw in Vorarlberg deutlich gestiegen

31.1.2017: 854 E-Pkw
31.12. 2015: 523 E-Pkw
31.12. 2014: 459 E-Pkw
31.12. 2013: 417 E-Pkw
31.12. 2012: 140 E-Pkw
31.12.2010: 84 E-Pkw

Anzahl E-Pkw in Österreich

Anfang März 2017: 10.000 E-Pkw
31.01: 2017: 9.418
31.12. 2016: 9.073
31.12. 2015: 5.032
31.12. 2014: 3.386
31.12. 2013: 2.070
31.12. 2012: 1.389
31.12. 2011: 989
31.12. 2010: 353

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