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Austrofred auf der FM4-Bühne

Kult-Star Austrofred gab am Samstag auf der FM4-Bühne beim Donauinselfest alles. Kult-Star Austrofred gab am Samstag auf der FM4-Bühne beim Donauinselfest alles. - © APA/ Georg Hochmuth
Schwarzer Schnauzer, hautenger Jogger, Feinripp-Unterleiberl und jede Menge Haargel sind sein Markenzeichen. Austrofred ist ein Original und begeistert seine Fans mit Austripop-Gesang und Queen-Playback gleichermaßen. Am Samstag trat er auf der FM4-Bühne beim Donauinselfest auf.

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Mit dem bewährten Konzept, Austropop-Texte, Queen-Playback und nur augenscheinlich dilettantische, auf den zweiten Blick aber höchst subtil-ironische Bühnenperformance miteinander zu verquicken, begeisterte die austriakische Ausgabe von Freddie Mercury das Publikum vor der FM4-Bühne.

Austrofred beim Donauinselfest

“Austrofred ist wieder da”, rief der Lokalmatador zu Konzertbeginn in die johlende Menge. Dem um keinen sexy Move verlegenen Alleinunterhalter – die Musik kam wie gewohnt durchgehend aus der Konserve – war aber mit Verweis auf das zeitgleich laufende Fußball-EM-Spiel Spanien gegen Frankreich auch klar, dass es sich beim Gig auf der Insel um einen “schwierigen Termin” handelt. “Ich war mir unsicher, ob ich da durchkomm”, weshalb er umso froher sei, doch vor so vielen Menschen spielen zu können – “vor einer vollen Kulisse kann man sagen”: “Es tuat so guat!”

Mischung aus Austropop und Queen-Klassikern kam gut an

Das Match Fußball-EM gegen Austrofred konnte letzterer jedenfalls durchaus für sich entscheiden. Die Setlist ließ kaum einen Hit missen. Von “Eich Dodln gib i Gas”, eine Verballhornung des Queenklassikers “Another one bites the dust”, über ein in “Amadeus” umgewandeltes “Under pressure” bis hin zum Ambros’schen “Schifoan”, dessen Lyrics beinhart über die Melodie von “We will rock you” drübergelegt wurden, hatte der genuin oberösterreichische Schnauzbartträger nahezu alle Kracher im Gepäck.

Dazu kam eine “sensationelle Lichtshow”, die sich vorrangig in einem aus Leuchtstoffröhren und “Holzschnittarbeit” gefertigten Austrofred-Schriftzug im Bühnenmittelgrund manifestierte. Gekrönt wurde das Bühnenspektakel von einer “Laserharfe”: Der mittels weißem Stoff behandschuhte Meister fummelte dabei in einem von der Bühne aus gen Himmel geworfenen grünen Lichtstrahl herum und “gab” so das Intro zu “Bohemian Rhapsody”, das sich in weiterer Folge zur Queen-Version des EAV-Schlagers “Märchenprinz” auswuchs.

Inszenierung des Kult-Sängers gelungen

Modisch spielte die offiziell als “Fire, Light & Austrofred” betitelte Show ebenfalls alle Stückl’n: So warf sich der Champ nach der ersten absolvierten Hälfte in eine “neue Schale”, eine Art schwarz-weiß-karierter und bis zum Bauchnabel ausgeschnittener Neoprenanzug. An den Füßen sah man schneeweiße Ballerinas. Kein Wunder, denn heutzutage müsse man inszenierungstechnisch eben mit einem Cirque du Soleil oder dem Pferdespektakel Apassionata mithalten, legte sich der Künstler die Latte denkbar hoch. “Is des wos?”, lautete im Lauf des Abends eine oft gestellte Frage ans Publikum. Kein Zweifel: Das war was. (APA)

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