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Australischer Erzbischof wegen Vertuschung vor Gericht

Er soll jahrzehntelang Kindesmissbrauch durch katholische Priester unter den Teppich gekehrt haben: Der Erzbischof des australischen Erzbistums Adelaide, Philip Wilson, muss sich Medienberichten zufolge seit Mittwoch vor Gericht verantworten. Die Ankläger werfen dem 67-Jährigen vor, er habe von 1976 bis 2004 Missbrauch gedeckt und versucht, Anzeigen bei der Polizei zu verhindern.

Staatsanwalt Gareth Harrison berichtete der Nachrichtenagentur AAP zufolge unter anderem von mehreren Fällen, in denen Ministranten Wilson über Missbrauch durch den später verurteilten Priester James Fletcher berichtet hatten.

Die Verteidigung betonte, dass es sich bei vielen Berichten um Hörensagen handle. Wilson leidet an einem Frühstadium von Alzheimer, wurde aber für verhandlungsfähig erklärt. Das Verfahren soll etwa zwei Wochen dauern.

Der australische Kurienkardinal und Papst-Vertraute George Pell muss vor Gericht zu Missbrauchsvorwürfen Stellung nehmen. Im März ist eine Anhörung zum Fall des 76-jährigen ehemaligen Finanzchefs des Vatikan angesetzt. Dort soll entschieden werden, ob die Beweise für einen Prozess ausreichen. Pell bestreitet die Vorwürfe.

(APA/dpa)

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