31. Juli 2012 16:48; Akt.: 31.07.2012 17:15

Aussage von Birnbacher belastet Scheuch und Dobernig

Verdacht der versuchten Geldwäsche gegen Harald Dobernig und Uwe Scheuch. Verdacht der versuchten Geldwäsche gegen Harald Dobernig und Uwe Scheuch. - © APA
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft sowie das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung (BAK) haben Ermittlungen gegen die FPK-Politiker Uwe Scheuch und Harald Dobernig wegen des Verdachts der versuchten Geldwäsche eingeleitet.

 (3 Kommentare)

alt Korrekturen melden

Hintergrund ist die Aussage des Steuerberaters Dietrich Birnbacher, wonach die beiden eine halbe Million Euro aus dessen Millionenhonorar gefordert hätten.

Erich Mayer von der Korruptionsstaatsanwaltschaft sagte zur APA: “Wir haben noch Unterlagen aus dem Verfahren am Landesgericht Klagenfurt angefordert und ausgewertet.” Scheuch und Dobernig hatten in Stellungnahmen zwar nicht das Gespräch an sich bestritten, wohl aber, dass sie Geld von Birnbacher gefordert hätten.

Scheuch “überzeugt, dass nichts übrig bleibt”

FPK-Obmann Uwe Scheuch reagierte gelassen auf die neuen Ermittlungen gegen seine Person. Er sei überzeugt davon, “dass nichts übrig bleibt”, erklärte er am Dienstag auf APA-Anfrage. Auf die Frage, ob er damit rechne, dass die Ermittlungen zu einer weiteren Anklage gegen ihn führen werden, meinte er: “Ich weiß es nicht.” FPK-Landesrat Harald Dobernig war telefonisch vorerst nicht erreichbar.

Scheuch und Dobernig schwer belastet

Die beiden, die sich am kommenden Montag als Zeugen im Prozess um die “Causa Birnbacher” einfinden müssen, waren vergangenen Mittwoch vom Steuerberater Dietrich Birnbacher bei der Erweiterung seines Geständnisses schwer belastet worden. In Bezug auf Dobernig und Scheuch sagte er, diese hätten im Jahr 2009 500.000 Euro von ihm verlangt. Bezahlen sollte das Birnbacher aus dem Millionenhonorar, das ihm Ex-ÖVP-Chef Josef Martinz und der inzwischen gestorbene Landeshauptmann Jörg Haider im Zuge des Hypo-Verkaufs verschafft hatten.

Scheuch und Dobernig hätten sich laut Birnbacher in dem Gespräch auf Haider berufen, der vor seinem Tod einmal eine Million für die Partei von Birnbacher haben wollte. Entsprechend der Halbierung des Honorars von zwölf auf sechs Millionen Euro argumentierten Dobernig und Scheuch bei ihrer Forderung nach einer halben Million, so Birnbacher. Geflossen sei an die Freiheitlichen dann aber kein Geld. Der Deal war mit Haider vereinbart und dieser sei ja schon tot gewesen, so der Steuerberater bei Gericht.

(APA)



Kommentare 3

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

Neuen Kommentar schreiben

 
1000
/1000 Zeichen übrig
 

HTML-Version von diesem Artikel

Mehr auf vol.at
Flugzeug von britischen Kampfjets abgefangen
Die Umleitung eines pakistanischen Flugzeugs in Großbritannien ist nach Aussagen von Passagieren auf einen Streit von [...] mehr »
Crowdfunding: ÖVP, Grüne, FPÖ für liberale Lösung
ÖVP, Grüne und FPÖ drängen beim Thema Crowdfunding auf eine liberale Gesetzeslösung. Die SPÖ bremst - etwa bei der [...] mehr »
Meinungsforscher Fritz Karmasin verstorben
Fritz Karmasin, langjähriger Geschäftsführer des Österreichischen Gallup-Institutes, ist am Freitag 83-jährig [...] mehr »
Meinungsforscher-Urgestein Fritz Karmasin
Er galt als Pionier der österreichischen Markt- und Meinungsforschung und hat die Branche knapp 50 Jahre wesentlich [...] mehr »
Russland: Syrien nimmt an Friedenskonferenz teil
Die syrische Führung nimmt nach Angaben aus Russland an der geplanten internationalen Friedenskonferenz in Genf teil. [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Werbung
Werbung
Werbung
Werbung