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Ausbildungsmesse „i“ oder der Marktplatz zur Berufsorientierung

Bis der passende Lehrberuf gefunden ist, heißt es für Jugendliche „orientieren und informieren“.
Bis der passende Lehrberuf gefunden ist, heißt es für Jugendliche „orientieren und informieren“.
Komplett überarbeitet und mit einem umfangreichen Rahmenprogramm findet die bisher als BIFO-Messe bekannte Ausbildungsveranstaltung „i“ vom 16.–18. November in Dornbirn statt. „i“-Projektleiter Michael Moosbrugger informiert über Neuerungen. Dr. Christoph Jenny spricht im Interview über die Bedeutung der Eltern, die Lehre bzw. die Lehrlingssituation.
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Warum gibt es eine Ausbildungsmesse in Vorarlberg?
Michael Moosbrugger: Die große Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten stellt junge Menschen, aber auch ihre Eltern immer wieder vor große Herausforderungen. Die Gefahr, den Überblick zu verlieren, ist sehr groß. Mit der „i“ möchten wir vor allem Jugendliche in ihrer Orientierung unterstützen – Grundlage dafür sind immer die eigenen Interessen und die individuellen Stärken. Daher auch der Name. Aus der Perspektive der jungen Menschen geht es bei dieser Orientierung primär um das Ich („i“).

Worin unterscheidet sich die Ausbildungsmesse „i“ von der BIFO-Messe?
Michael Moosbrugger: Durch die räumlichen Möglichkeiten in den neuen Hallen im Messequartier bekommt die Messe ein völlig neues Gesicht; da tun sich völlig neue Möglichkeiten auf. Für die Besucher soll so eine Erlebniswelt geschaffen werden, in der nicht nur 80 Lehrberufe erlebbar sind, sondern erstmals auch weiterführende Schulen ihre Angebote vorstellen. Mit einer erweiterten Öffnungszeit (9 bis 15 Uhr) am Samstag soll insbesondere Eltern die Möglichkeit geboten werden, die „i“ gemeinsam mit ihren Kindern zu besuchen. Und durch das erweiterte Raumangebot steht der Marktplatz der Berufsorientierung heuer erstmals interessierten Jugendlichen in der 6. bis zur 9. Schulstufe offen.

Welche Programmbesonderheiten erwartet die MessebesucherInnen?
Michael Moosbrugger: Auf der „i“ wird heuer erstmals ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. So etwa im „Speakers-Corner“ mit dem erfolgreichen Schweizer Kommunikationstrainer und Buchautor („Fit für die Lehre“) Gregor Loser oder in der „ahaZone“ und der „amaZone“, wo jobBowling, Jobspiegeln u. v. m angeboten werden. Im „Foodie Paradies“ zaubern Gastro-Lehrlinge und SchülerInnen der GASCHT und der HLT Bludenz und Bezau leckere Snacks und Drinks zur Stärkung während des Messebesuchs. Am Donnerstag messen sich die besten Jung-Maurer im Rahmen des Lehrlingsleistungswettbewerbs. Und in der Welcome Area haben wir mit „Pepper“ einen Stargast zu bieten, der uns einen Blick in die Zukunft ermöglicht.

Sollten die Eltern ihre Kinder auf die Messe begleiten?
Dr. Christoph Jenny: Wenn es um Berufs- und Bildungswahlentscheidungen von Jugendlichen geht, sind die Eltern nach wie vor die wichtigsten Unterstützer und Berater. Eltern, die sich dieser Verantwortung bewusst sind, werden sich die Zeit für einen Messebesuch mit ihren Kindern nehmen, idealerweise sogar auch dann, wenn das Kind die „i“ schon mit seiner Schulklasse besucht hat. Auf der Messe bietet sich die Möglichkeit, direkt mit AusbildnerInnen ins Gespräch zu kommen.

Können sich die Eltern/Kinder auf die Messe vorbereiten? Wenn ja, wie?
Dr. Christoph Jenny: Der Anstoß für Jugendliche, sich mit ihrer beruflichen Zukunft und der Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen, kommt sehr oft von außen, in der Schule oder – eben auch – von den Eltern. Die Kinder dafür zu sensibilisieren, ihr Interesse zu wecken, um die „i“ mit ihren Angeboten bewusster zu erleben, wäre eine wichtige Unterstützung, die Eltern jedenfalls leisten können und auch sollten. Über die Schulen sollten den SchülerInnen speziell entwickelte Vorbereitungsunterlagen (Job- und Interessen-Checker) zur Verfügung gestellt werden; diese können aber auch direkt beim BIFO in Dornbirn bifoinfo@bifo.at angefordert werden. Die Unterlagen spannen inhaltlich einen Bogen von der Vorbereitung auf die „i“ über diverse Aufgabenstellungen während der Messe bis zur gemeinsamen Reflexion danach.

Wie sieht die Lehrlingssituation in Vorarlberg aus?
Dr. Christoph Jenny: Nach einem – vor allem auch demografisch bedingten – Rückgang der Jugendlichen in den letzten Jahren entwickelt sich die Zahl der Lehrlinge derzeit stabil; das wird auch in den nächsten Jahren so bleiben. Die Vorarlberger Unternehmen stellen nach wie vor viele Ausbildungsplätze zur Verfügung und die Chance, eine passende Lehrstelle zu finden, war für Jugendliche schon lange nicht mehr so gut wie jetzt.

Welche Gründe sprechen für die Wahl eines Lehrberufes?
Dr. Christoph Jenny: Die Lehre bietet jungen Menschen ein breites Spektrum an Möglichkeiten, die Ausbildung ist sehr praxisnah und immer am Puls der Zeit. Die Unternehmen stehen täglich im Wettbewerb und um hier erfolgreich zu sein, setzen sie auf neue Technologien, die dann natürlich auch in der Ausbildung zum Einsatz kommen.

Welche Fähigkeiten sollten künftige Lehrlinge mitbringen?
Dr. Christoph Jenny: Neben gewissen Grundkenntnissen in den Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen), die für einen Erfolg in der Lehre einfach Voraussetzung sind, geht es heute immer mehr um persönliche und soziale Kompetenzen: Motivation, Zuverlässigkeit, Durchhaltever-mögen, Verantwortungsbereitschaft, aber etwa auch Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, gute Umgangsformen oder Konfliktfähigkeit sind nur einige jener Kompetenzen, die in der Ausbildung und im späteren Leben an Bedeutung gewinnen.

Zitate:
Die neue Ausbildungsmesse soll die Jugendlichen in ihrer Berufsorientierung unterstützen. Es sind 80 Lehrberufe erlebbar und weiterführende Schulen stellen ihr Angebot vor.
Michael Moosbrugger „i“-Projekt-leiter, WK Vorarlberg

Moosbrugger Michael
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Die Vorarlberger Unternehmen stellen nach wie vielen Ausbildungsplätze bereit. Die Chance, eine passende Lehrstelle zu finden, war für Jugendliche schon lange nicht mehr so gut wie jetzt.
Dr. Christoph Jenny Leiter der Lehrlingsstelle der WKV

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