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Aufnahmestopp im Tierschutzheim

Eines von vielen Findelkindern im Tierschutzheim, das nach einem liebevollen Zuhause Ausschau hält. Eines von vielen Findelkindern im Tierschutzheim, das nach einem liebevollen Zuhause Ausschau hält. - © Vorarlberger Tierschutzheim
von Stephanie Jimenez (VOL.AT) - Dornbirn – Das Vorarlberger Tierschutzheim platzt aus allen Nähten. Mit rund 150 Tieren sind die Kapazitäten des Hauses in der Martinsruh restlos ausgeschöpft – ein Aufnahmestopp musste verhängt werden.

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30 Hunde, 60 erwachsene Katzen, 50 Babykatzen und 20 Kleintiere – darunter Hasen, Degus, Ratten und Meerschweinchen – warten derzeit auf ein neues Zuhause.

25 tollende Babykätzchen im Katzenhaus

Rund zehn Tierpfleger haben in Dornbirn also alle Hände voll zu tun. Hunde müssen ausgeführt, erwachsene Katzen wollen versorgt und rund 25 Babykätzchen aufgezogen werden. 25 weitere Babykatzen haben vorübergehend einen Pflegeplatz gefunden. Sie werden von ihren Pflegeeltern aufgepäppelt und dann – im Alter von etwa zehn bis zwölf Wochen – entweder dem Tierschutzheim zur weiteren Vermittlung übergeben. Oder sie finden mit Hilfe ihre Leiheltern ein Plätzchen. Für alle diese Stubentiger im Miniformat gilt: Wurden sie ohne Mutter gefunden, müssen sie mit dem Fläschchen aufgezogen werden.

Was nicht passt, wird passend gemacht…

Über den Sommer wird sich die Lage vermutlich nicht bessern. Das auch deswegen, weil viele Leute trotz Haustier keine Abstriche machen und in den Urlaub fahren wollen. Nur – wohin mit dem Vierbeiner? Nicht wenige entscheiden sich dafür, dem Tier seine wohlbekannte Umgebung und damit seine Heimat zu nehmen. So werden Hunde alljährlich auch in Vorarlberg an Raststätten ausgesetzt oder irgendwo angebunden zurückgelassen. Katzen werden, zum Streunerdasein verdammt, nicht mehr in die eigenen vier Wände gelassen. Irgendjemand wird sich schon darum kümmern. Meistens ist es das Tierschutzheim, das über kurz oder lang eine Heimat bietet.

Alle Jahre wieder zeigt sich also dasselbe Bild: Spätestens vor Sommerbeginn ist das Tierheim heillos überbucht. Kaum, das die Temperaturen steigen, machen sich schließlich auch – im Übrigen trotz Kastrationspflicht – viele unkastrierte Kater im Ländle auf den Weg.
 
Fundtiere finden im Tierschutzheim trotz Aufnahmestopp ein Plätzchen. “Manchmal müssen wir unter den gegebenen Umständen darum bitten, dass das Tier kurze Zeit beim Finder Unterschlupf findet, bis es uns möglich ist, es aufzunehmen”, so Tierpfleger Marco Milohnic. Das Tier wird vorgemerkt – sobald Platz zur Verfügung steht, findet es im Tierschutzheim vorübergehend ein Zuhause. Für Abgabetiere gibt es zur “Hochsaison” eine Warteliste.

Wer Interesse hat, eines der Findelkinder bei sich aufzunehmen, kann dem Vorarlberger Tierschutzheim zu den Öffnungszeiten jederzeit einen Besuch abstatten:

Kontakt
Martinsruh 5
A-6850 Dornbirn

Tel: 05572 / 296 48
Fax 05572 / 296 48 – 12
Mail: info@tierheim.vol.at

Öffnungszeiten: außer mittwochs sowie an Sonn- und Feiertagen täglich von 14.00 – 17.00 Uhr.

(SJI)

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