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2. Dezember 2011 06:24; Akt.: 2.12.2011 06:24

Aufmarsch mit “Kerzen der Hoffnung”

An alle Teilnehmer wurden brennende Kerzen verteilt. An alle Teilnehmer wurden brennende Kerzen verteilt. - © VOL.at/Klaus Hartinger
Dornbirn – Rund 500 Teilnehmer bei Solidaritätskundgebung für Krankenpflegeverein Dornbirn.(12 Kommentare)

Buchstäblich Kind und Kegel mobilisierte die Gewerkschaft der Privatangestellten zur Solidaritätskundgebung „Für mehr Menschlichkeit im Dornbirner Krankenpflegeverein“. Rund 500 Teilnehmer zogen, einem Trauermarsch gleich, mit brennenden „Kerzen der Hoffnung“, wie GPA-Geschäftsführer Bernhard Heinzle sagte, durch die Stadt zum Büro des Krankenpflegevereins, wo ein Schreiben verlesen wurde. „Wir versuchen alles, um gemeinsam eine Lösung herbeizuführen“, versprach Heinzle.

Wie berichtet, ist der Konflikt zwischen der Führung des Krankenpflegevereins ­sowie Gewerkschaft und Arbeiterkammer wieder aufgebrochen. Dem jeweils anderen wurde vorgeworfen, Vereinbarungen nicht eingehalten, Stillhalteabkommen gebrochen und unrichtige Behauptungen aufgestellt zu haben.

Vorwürfe aufgewärmt

Bei der Solidaritätskundgebung, die von düsteren Trommelklängen begleitet war, wärmte die Gewerkschaft neuerlich alle ihrer Ansicht nach bestehenden Versäumnisse auf. Das Arbeitsrecht werde nicht eingehalten, die gesamte Betriebskörperschaft nicht ernst genommen und die Arbeitnehmervertretung lächerlich gemacht. Mitarbeiterinnen würden unterschiedliche Löhne erhalten. Die Pflegedienstleistung sei mehr denn je überfordert. Laut Gewerkschaft steigen die Krankenstände und haben die ersten Mitarbeiterinnen gekündigt.

Dass ein offener Brief an Landesrätin Dr. Greti Schmid und Bürgermeister Wolfgang Rümmele nicht die „sehnlichst erhoffte“ Lösung gebracht habe, sei bedauerlich. Aussagen wie „Des isch an oagana Verein“ und „Jetzt suchamar a Dorabirar Lösung“ wurden salopp als „wenig einfallsreiche“ Ansätze bezeichnet.
Kritik setzte es außerdem daran, dass noch immer keine externe Pflege-Expertin eingeschaltet worden ist. Eine solche hatte auch FSG-Landesvorsitzender Werner Posch unlängst eingefordert. Im Interesse der Mitarbeiterinnen und der zu pflegenden Menschen müsse rasch gehandelt werden, so Posch. Von innen seien die Probleme jedoch nicht zu lösen.

Busweise angereist

Schon einmal hatte die Gewerkschaft der Privatangestellten eine Kundgebung organisiert. Damals noch mit eher mäßiger Resonanz. Diesmal kamen die Teilnehmer zum Teil sogar busweise nach Dornbirn. Unter anderem beteiligte sich auch die Arbeiterkammerspitze am Aufmarsch, der in der weihnachtlich gestimmten Stadt für gehörig Aufsehen sorgte.


VN/Marlies Mohr

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