Auf Vorarlbergs Gleisen fliegen 14 Tage lang die Funken

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Der Schleifzug lässt die Funken sprühen und verleiht den Schienen ein neues Profil. Der Schleifzug lässt die Funken sprühen und verleiht den Schienen ein neues Profil. - © ÖBB
Schwarzach - 15 Kilometer Schienen und 15 Weichen werden vom Schienenschleifzug in Vorarlberg bearbeitet.

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Ab kommender Woche kommt der rund 70 Meter lange Schienenschleifzug „Speno“ nach Vorarlberg um den Schienen mit seinen 2.500 PS ein neues, ideales Profil zu verleihen. Ab 24. Oktober wird er 14 Tage lang auf verschiedenen Gleisabschnitten vom Klostertal über den Bereich Bludenz – Feldkirch bis ins Rheintal nach Dornbirn hauptsächlich in den Nachtstunden unterwegs sein. Mehr als 15 Kilometer Schienen und 15 Weichen werden neu geschliffen. Dabei werden die feinen Unebenheiten an der Oberfläche entfernt und die Schienen bekommen ein ideales Profil. Züge fahren dadurch noch ruhiger über die Gleise und für die Anrainer stellt sich eine spürbare Lärmreduktion ein. Auch ein wirtschaftlicher Vorteil ist gegeben, denn die Lebensdauer der Schieneninfrastruktur wird deutlich verlängert. Nachdem die Arbeiten hauptsächlich in der Nacht stattfinden ersuchen die ÖBB für die auftretende Lärmentwicklung schon jetzt um Verständnis.

Weniger Lärm und ruhigeres Reisen

Aufgrund des dichten Bahnverkehres mit einem Halbstundentakt der Vorarlberger S-Bahn sind die Arbeitsschichten grundsätzlich in der Nacht und an den Wochenenden eingeteilt. Durch die 24 Schleifmotoren, welche sich an Bord des Zuges befinden, erhalten pro Schicht zwischen zwei und drei Kilometer Schiene einen neuen Schliff. Nicht nach Zufall, denn die ausgewählten Streckenabschnitte werden bereits im Vorfeld durch den Einsatz eines speziellen Oberbaumesszuges fixiert. Dieses High-Tech Gerät misst kontinuierlich den Zustand des Gleisoberbaus und zeigt den ÖBB-Fachexperten genau, an welchen Stellen der Schleifzug zum Einsatz kommen soll.

Lebensdauer der Schienen wird verlängert

Der Schienenschleifzug SPENO sorgt bei den ÖBB für glatte Gleisoberflächen und verleiht den Schienen ein neues Profil. Durch die spezielle Bearbeitung wird der Geräuschpegel der fahrenden Züge herabgesetzt sowie der Verschleiß an den Loks und Waggons verringert. Auf der Schienenoberfläche bilden sich nämlich durch die Zugfahrten kleine Schlupfwellen oder Verdrückungen des Schienenkopfes. Für die Anrainer entlang der Bahn soll dadurch der Lärmpegel durch das Glätten der Schienen spürbar gesenkt werden. Für die Bahnkunden soll das Reisen in den Reisezugwagen angenehmer und ruhiger werden. Für die ÖBB bringt das Schienenschleifen wirtschaftliche Vorteile, da die Lebensdauer der Schienen und des Gleiskörpers verlängert wird.

Einsatzgebiete im Detail

Ab 24. Oktober bis 07. November sowie nochmals zwei Nächte im Dezember ist der Schienenschleifzug in mehreren Etappen auf der Arlbergbahn, dem Walgau bis ins Vorarlberger Rheintal im Einsatz. Die Nachtschichten finden im Detail wie folgt statt:

24.10. – 26.10.2012 Nenzing – Frastanz – Feldkirch
27.10. – 28.10.2012 Wald am Arlberg – Dalaas
28.10. – 29.10.2012 Dalaas – Braz
29.10. – 01.11.2012 Götzis – Rankweil
01.11. – 02.11.2012 Götzis – Rankweil sowie Dornbirn - Hohenems
03.11. – 04.11.2012 Bludenz – Braz – Dalaas – Langen
05.11. – 07.11.2012 Dornbirn – Hohenems
01.12. – 02.12.2012 Langen – Wald am Arlberg

Die ÖBB bitten die Anrainer für die auftretende Lärm- und Staubentwicklung um Verständnis. Für die Sicherheit gegen etwaige Böschungsbrände ist der Schienenschleifzug mit 10.000 Liter Wasser ausgerüstet.

(VOL.AT)

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