Akt.:

Auf Schritt und Tritt verfolgt

"Big Brother is watching you" auch in Vorarlberg. "Big Brother is watching you" auch in Vorarlberg. - © Bilderbox/Symbolbild
von VN/Florian Dünser - Schwarzach – Videoüberwachung zählt auch in Vorarlberg zum Alltag – nicht immer rechtlich gedeckt.

 (17 Kommentare)

Korrektur melden

Experten schätzen, dass auf jeden achten Österreicher eine Überwachungskamera entfällt. Auch in Vorarlberg heißt es vielerorts: “Big Brother is watching you”. Das Datenschutzgesetz findet dabei noch lange nicht überall Anwendung. Denn: Jede Videoüberwachung, bei denen Personen identifiziert werden können, sind melde- und kennzeichnungspflichtig, so Hans Zeger (56), Obmann der ARGE Daten. Insbesondere bei Aufnahmen, die jemanden bloßstellen, können von der betroffenen Person Schadenersatzansprüche bis zu 20.000 Euro eingefordert werden.

45.000 Kameras im Ländle?

Zeger schätzt, dass bereits auf jeden achten Österreicher eine Kamera entfällt – was in Vorarlberg 45.000 Geräten entsprechen würde. Exakt 281 davon stehen im Dienste der ASFINAG, weitere 180 Kameras hat die ÖBB im Einsatz: Auf Bahnhöfen und in jedem Regionalzug. Die Bahnkunden werden jedoch auf die Videoüberwachung hingewiesen. Ist die Big Brother-Taktik erfolgreich? “Ein Rückgang von Sachbeschädigungen bei videoüberwachten Verkehrsstationen ist festzustellen”, sagt Rene Zumtobel, ÖBB-Pressesprecher.

Linhart stößt auf Hindernisse

Ein Umstand, der auch Kommunen auf den Geschmack der Videoüberwachung bringt. Der für seine Anti-Vandalismus-Kampagne gescholtene Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart (52) würde in der Landeshauptstadt am “einen oder anderen Hotspot” gerne Kameras installieren – stößt allerdings auf rechtliche Hindernisse. Warum? Günter Jäger von der Rechtsabteilung der Landeshauptstadt präzisiert: “Es muss ein triftiger Grund vorliegen, damit Überwachungskameras genehmigt werden.” In Bregenz würde deshalb kein öffentlicher Platz überwacht.

Schwärzler: “Wir brauchen keine Kameras”

Im öffentlichen wie auch privaten Bereich gilt für Zeger, Obmann des Vereins ARGE Daten: “Es ist nicht einzusehen, dass man, nur weil irgendwann irgendwo die Möglichkeit eines Diebstahls sieht, dann über Jahrzehnte hinweg einen Standort, einen Betrieb oder irgendein öffentliches Gebäude videoüberwacht.” Ähnlich sieht das auch Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler. “Gott sei Dank haben wir eine Kultur des Hinschauens. Wir brauchen keine Kameras im öffentlichen Bereich.” Dass aber noch lange nicht alle Kommunen, Unternehmen und Private das Datenschutzgesetz auch wirklich ernst nehmen, lesen Sie am morgigen Freitag in den VN. AK-Konsumentenschützer Paul Rusching erklärt darüber hinaus, wo der Gesetzgeber aus seiner Sicht der Dinge nachbessern sollte.

Werbung


Kommentare 17

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

HTML-Version von diesem Artikel
Verkehr in Vorarlberg

Mehr auf vol.at
Neue Kontakte knüpfen und Impulse setzen
Das 7. Vorarlberger Unternehmerinnenforum im vollbesetzten Rankweiler Vinomnasaal bot den dreihundert interessierten [...] mehr »
Rhomberg’s Fabrik: Parkhaus für 240 Pkw
Auf dem Gelände von Rhomberg’s Fabrik entsteht bis Dezember ein Parkhaus für rund 240 Pkw. mehr »
4 Millionen weniger für AMS Vorarlberg
Schwarzach – "Vorarlberg in 100 Sekunden" ist die Videonachrichten-Sendung auf VOL.AT. In Kooperation mit Antenne [...] mehr »
Vorarlberger Taxler dürfen wieder Gäste in Zürich-Kloten abholen
Im Taxistreit um den Schweizer Flughafen Zürich-Kloten haben die Vorarlberger und deutschen Taxi- und Transportbetriebe [...] mehr »
“Tag der offenen Moscheen” gibt Einblick in die fremde Kultur
In ganz Österreich stehen am Samstag die Türen der islamischen Gotteshäuser offen. Am "Tag der offenen Moscheen" [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Bitte Javascript aktivieren!