Auf den Spuren der Vorfahren

Hans Matschek (r.) und Ambros Nussbaumer präsentieren stolz ihr Werk: das 362-seitige Sippenbuch über Schoppernau.
Hans Matschek (r.) und Ambros Nussbaumer präsentieren stolz ihr Werk: das 362-seitige Sippenbuch über Schoppernau.
Nach Lustenau und Schröcken verfügt nun auch Schoppern­au über ein Sippenbuch. Schoppernau. Dr. Ambros Nussbaumer und Hans Matschek – pensionierter Gemeindearzt aus Mellau der eine, ehemaliger AHS-Lehrer aus Villach, der seit neun Jahren in Lustenau wohnt, der andere. Beide sind begeisterte Ahnenforscher, die zusammen den unzähligen Felders, Albrechts und Moosbruggers nachgespürt haben, die zwischen 1611 […]

Nach Lustenau und Schröcken verfügt nun auch Schoppern­au über ein Sippenbuch.

Schoppernau. Dr. Ambros Nussbaumer und Hans Matschek – pensionierter Gemeindearzt aus Mellau der eine, ehemaliger AHS-Lehrer aus Villach, der seit neun Jahren in Lustenau wohnt, der andere. Beide sind begeisterte Ahnenforscher, die zusammen den unzähligen Felders, Albrechts und Moosbruggers nachgespürt haben, die zwischen 1611 und 1909 – ab dann besteht ein 100-jähriger Datenschutz – in Schoppernau beheimatet waren.

362-Seiten-Buch

“Das Faszinierende an diesem Projekt war die Frage, ob wir das jemals schaffen”, erzählt Nussbaumer. Und sie haben es geschafft. Das Ergebnis ihrer Recherchen ist das eben erschienene Sippenbuch über Schoppernau. Ein 362 Seiten starker Schmöker, der alle Schoppernauer auflistet, die in den Tauf-, Trau- und Sterbebüchern sowie in den alten Firmlisten der Pfarre aufscheinen. “Im Laufe der Nachforschungen hat sich jedoch erwiesen, dass diese Kirchenbücher als Quellen nicht ausreichen, und weitere Informationen in akribischer Kleinarbeit ausgewertet und kombiniert werden müssen”, erläutert Schriftführer Hans Matschek. Denn: Die Traubücher von Au erwähnen vor 1700 in keinem einzigen Fall die Eltern der Brautleute. Als wahre Fundgrube erwiesen sich hierbei die Schriften, die auf dem Dachboden des Pfarrhofes in verstaubten Schachteln und Ecken schlummerten. “Dank der guten Beziehungen von Ambros Nussbaumer zum verstorbenen Pfarrer Josef Jäger wurde uns der Zugriff zu all diesen Schätzen erst möglich gemacht”, verrät Matschek. Und auch wenn ein Wort in Kurrentschrift kaum zu entziffern war oder alte, mundartliche Ausdrücke der Erklärung bedurften, kam Dr. Ambros Nussbaumer ins Spiel. Denn wer weiß heute noch, dass Landas eigentlich Ferdinand ist und “huslig” geizig bedeutet? Mehrere Tausend Stunden haben die beiden in das ehrenamtliche Projekt investiert. “Der Zeitaufwand war groß, teilweise haben uns die Familien bis in die Nacht hinein verfolgt”, erzählt der pensionierte Gemeindearzt. Der Enthusiasmus und die Geduld haben sich aber gelohnt.

Berühmte Verwandte

Mithilfe des Sippenbuchs kann nun jeder herausfinden, woher seine Vorfahren kommen – sofern diese irgendwann mal in Schoppernau gelebt haben. Und wer weiß, vielleicht ergeben sich dabei verwandtschaftliche Verbindungen zum berühmtesten Schoppernauer, dem Dichter Franz Michael Felder, oder einem der namhaften Barockbaumeister. “Das Sippenbuch soll dazu dienen, dass sich die Bewohner noch mehr ihrer Herkunft und Geschichte bewusst werden und ihre Vergangenheit noch besser kennenlernen”, sind sich die beiden Autoren einig.

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