2. Januar 2012 17:52; Akt.: 2.01.2012 17:57

Auch Vorarlberger auf Liste: ‘Anonymous’ macht Jagd auf Rechte

Die von 'Anonymous' veröffentlichte Illustration der "Operation Blitzkrieg". Die von 'Anonymous' veröffentlichte Illustration der "Operation Blitzkrieg". - © Anonymous
von VOL.at/Gerold Riedmann - Hacker von „Anonymous“ wollen tausende rechte Sympathisanten entlarvt haben – und stellten die Daten ins Netz. Unter den veröffentlichten Adressen befinden sich auch Vorarlberger.

 (24 Kommentare)

Das Web-Kollektiv „Anonymous“ hat es nun noch offensiver auf die rechte Szene abgesehen. “Operation Blitzkrieg” haben die Web-Aktivisten eine Offensive genannt, im Rahmen derer sie am Montag Daten von mutmaßlichen Sympathisanten veröffentlich haben. Schon mehrfach hat „Anonymous“ Neonazi-Websites gehackt, die Operation selbst läuft schon seit einem Jahr. Auf einem eigens eingerichteten Internetportal veröffentlichen die Aktivisten nun jedoch knapp 5000 Datensätze – persönliche Daten von angeblichen Unterstützern der rechen Szene. Darunter Spenderlisten der deutschen NPD und Kundendaten von extrem rechten Versandhäusern.

Vorarlberger werden genannt

Unter den angeblichen Kundenlisten der einschlägigen Versand-Webseiten von Odin und der in rechten Kreisen beliebten Bekleidungsmarke „Thor Steinar“ befinden sich auch Vorarlberger Adressen, wie VOL.at berichtet. Mindestens fünf Personen aus Dornbirn und anderen Orten Vorarlbergs werden mit vollem Namen genannt, teilweise auch mit Straßenanschrift, bzw. E-Mail-Adressen. Den Hauptteil bilden deutsche Adressen, es befinden sich aber auch zahlreiche österreichische Empfänger auf der Liste.

Sicherheitsdirektion prüft Vorfall

VOL.at konfrontierte die Vorarlberger Sicherheitsbehörden mit dem Sachverhalt. Sicherheitsdirektor Hans-Peter Ludescher will die veröffentlichten Daten nun durch das Bregenzer Amt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung prüfen lassen. „Der Nachweis, dass eine strafbare Handlung vorliegt, nur weil eine angebliche Kundenbeziehung zu einem einschlägigen Versand besteht, ist nicht immer einfach herzustellen“, warnt Ludescher im Gespräch mit VOL.at vor Vorverurteilungen. Die Sicherheitsdirektion werde nun Ermittlungen aufnehmen und etwaige Zusammenhänge zur lokalen rechten Szene prüfen.

          

Vorarlberger unter Anonymous-Nazi-Daten

Hacker von „Anonymous“ wollen tausende rechte Sympathisanten entlarvt haben. Unter den veröffentlichten Adressen befinden sich auch Vorarlberger.

Das Web-Kollektiv „Anonymous“ hat es nun auf die rechte Szene abgesehen. “Operation Blitzkrieg” haben die Web-Aktivisten eine Offensive genannt, im Rahmen derer sie am Montag Daten von mutmaßlichen Sympathisanten veröffentlich haben. Schon mehrfach hat „Anonymous“ Neonazi-Websites gehackt. Auf einem eigens eingerichteten Internetportal veröffentlichen die Aktivisten knapp 5000 Datensätze – persönliche Daten von angeblichen Unterstützern der rechen Szene. Darunter Spenderlisten der deutschen NPD und Kundendaten von extrem rechten Versandhäusern.

Vorarlberger werden genannt

Unter den angeblichen Kundenlisten der einschlägigen Versand-Webseiten von Odin und der in rechten Kreisen beliebten Bekleidungsmarke „Thor Steinar“ befinden sich auch Vorarlberger Adressen, wie VOL.at berichtet. Mindestens fünf Personen aus Dornbirn und anderen Orten Vorarlbergs werden mit vollem Namen genannt, teilweise auch mit Straßenanschrift, bzw. E-Mail-Adressen. Den Hauptteil bilden deutsche Adressen, es befinden sich aber auch zahlreiche österreichische Empfänger auf der Liste.

Sicherheitsdirektion prüft Vorfall

VOL.at konfrontierte die Vorarlberger Sicherheitsbehörden mit dem Sachverhalt. Sicherheitsdirektor Hans-Peter Ludescher will die veröffentlichten Daten nun durch das Bregenzer Amt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung prüfen lassen. „Der Nachweis, dass eine strafbare Handlung vorliegt, nur weil eine angebliche Kundenbeziehung zu einem einschlägigen Versand besteht, ist nicht immer einfach herzustellen“, warnt Ludescher im Gespräch mit VOL.at vor Vorverurteilungen. Die Sicherheitsdirektion werde nun Ermittlungen aufnehmen und etwaige Zusammenhänge zur lokalen rechten Szene prüfen.


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