Auch für Menschen gefährlich: Werden Blaualgen auch in Vorarlberg zum Problem?

Von Rebekka Madlener (VOL.AT)
9Kommentare
In der Nähe von Kreuzlingen (CH) musste ein Weiher für Badegäste gesperrt werden. Der Grund sind Blaualgen. Wenn sie blühen, setzen die Blaualgen Toxine frei, die für Mensch und Tier gefährlich sind. 

Blaualgen kommen sowohl in stehendem als auch fließendem Gewässer vor. “Es ist aber so, dass sich Blaualgenblüten lediglich in stehendem Wasser entwickeln”, erklärt Lucia Walser vom Vorarlberger Umweltinstitut. Zudem stößt nicht gleich jede Blaualgenart Toxine ab, welche für uns Menschen gefährlich sind.

Bei diesen Gewässern sollten Sie aufpassen

In fließendem Gewässer bilden sich keine Blaualgenblüten, da sie aufgrund der Strömung abdriften. Eine Blaualgenansiedlung kann sich nur in sehr nährstoffreichem Wasser entwickeln und muss eine hohe Lichtintensität sowie Lufttemperatur haben. “Erst dann sind alle Voraussetzungen für die Blütenentwicklung von Blaualgen geschaffen. Dann können sie eine entsprechende Gefährdung an Badeseen darstellen”, erklärt Expertin Lucia Walser. Betrachtet man jedoch die Badestellen in Vorarlberg, handelt es sich grundsätzlich um nährstoffarme Gewässer. Somit kann die Bildung von Blaualgenblüten in Vorarlbergs Gewässern quasi ausgeschlossen werden.

Umweltinstitut Umweltinstitut ©

Woran erkenne ich Blaualgen?

Ist das Gewässer trüb und hat eine blau, grüne oder sogar rote Färbung, sollte man jedoch wachsam werden. Sind dann noch Schlieren, sogenannte Aufrahmungen zu sehen, könnte es sich tatsächlich um Blaualgen handeln. In solch einem Fall müsste das unverzüglich beim Umweltinstitut gemeldet werden. Ob es sich dann allerdings tatsächlich um eine toxische Verseuchung durch Blaualgen handelt, kann erst nach einer Probeentnahme im Labor festgestellt werden. “Grundsätzlich gilt die Faustregel: Wenn man knietief im Wasser steht und die Füße nicht mehr sieht, sollte man beim Verdacht auf Blaualgen in diesem Gewässer nicht mehr baden gehen.”

Walser warnt vor Panik

Lucia Walser vom Vorarlberger Umweltinstitut warnt jedoch vor einer Panikmachen und dass man nicht gleich mit dem Schlimmsten spekulieren solle. In Vorarlberg ist es sehr unwahrscheinlich, dass Blaualgenblüten sich entwickeln und somit die giftigen Toxin freisetzen.

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


Aktuelle News

- Dutzende Doppelstaatsbürgersch... +++ - Vielfältige Unterstützung für ... +++ - IKEA-Ansiedlung in Lustenau: V... +++ - Land sieht keinen Hebammenmang... +++ - Vorarlberger Landeshauptmann W... +++ - 850 Euro Grundgehalt für Amate... +++ - Vorarlberg: DVB-T Umstellung a... +++ - Sexueller Missbrauch: Urteil e... +++ - Fahrverbot bei Campus Schendli... +++ - Schwertransport mit 300 Tonnen... +++ - Koblach gab 36 Briefwahlkarten... +++ - Personelle Konsequenzen bei de... +++ - 56-Jährige aus Wolfurt wird se... +++ - "Freiheitliche Wirtschaft star... +++ - Vorarlberg: Mann (72) zückt Pi... +++
9Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung