Die wegen Dopings aberkannten sieben Titel von Lance Armstrong werden nicht neu vergeben, entschied der Radsport-Weltverband. Die UCI kündigte außerdem an, von den wegen Dopings verurteilten Fahrern die Preisgelder zurückzufordern. Allein bei der Tour hatte Armstrong mehr als drei Millionen Euro gewonnen.
Dem bis dahin als Rekordsieger der Frankreich-Rundfahrt geführten Armstrong waren am Montag wegen jahrelangen und systematischen Dopings alle Rennergebnisse seit August 1998 aberkannt worden. Da auch viele der möglichen Nachrücker des 41-jährigen US-Amerikaners wie Jan Ullrich und Ivan Basso nachträglich Dopingsperren erhalten haben oder zumindest unter Betrugsverdacht stehen, entschied sich die UCI, die Ära zur siegerlosen Zeit zu erklären.
“Das UCI Management Committee anerkennt, dass der Verdacht weiterhin über dieser dunklen Periode hängt. Für diejenigen, die sauber gefahren sind, mag es hart erscheinen, aber sie würden verstehen, dass durch die Neuvergabe von Plätzen wenig Ehre gewonnen worden wäre”, begründete der Weltverband in einer Stellungnahme. Auch Tour-Direktor Christian Prud’homme hatte sich zuletzt für diese Vorgehensweise ausgesprochen.
Das von der US-Anti-Doping-Agentur (USADA) aufgedeckte Dopingsystem um Armstrong hat in den vergangenen Wochen zu Geständnissen zahlreicher weiterer Profis geführt. Auch deren Ergebnisse wurden annulliert. Außerdem reagierte die UCI auf die heftigen Vorwürfe gegen den Verband im Zuge der Affäre und will laut eigenen Angaben eine unabhängige Untersuchungskommission einsetzen.
Im Gegensatz zur Armstrong-Ära bleibt der Tour-Sieg von Bjarne Riis 1996 weiterhin bestehen. Der Däne, mittlerweile Teamchef bei Saxo Bank, hatte 2007 Doping gestanden, sein einziger Titel bei der Frankreich-Rundfahrt wurde ihm wegen Verjährung von mehr als acht Jahren damals aber nicht aberkannt.
Spannend könnten sich weiterhin auch die Regressforderungen entwickeln. “Das Komitee fordert Armstrong und alle anderen betroffenen Fahrer auf, das Preisgeld, das sie erhalten haben, zurückzuzahlen”, betonte die UCI.
(APA)
100 Radfahrer, ein grosser Teil davon gedopt, dazu 200 bis 300 "Begleitfahrzeuge", stundenlange Streckensperrungen der öffentlichen Straßen auf hunderten von Kilometern, oft auch noch schlecht kommunziert, das ist einfach nicht mehr zeitgemäß.
Wer es schon mal gesehn hat, kann darauf verzichte., In 1 bis längstens 5 Minuten ist das Spektakel vorbei und sehen tut man genau gar nichts. Aber zwei bis drei Stunden kann man mit dem Fahrzeug nicht über die andere Strassenseite wechseln.
Wenns eine Privatstrasse ist wie auf die Silvretta, meintewegen. Ansonsten können die genau wie die Motorradfahrer auf dem Nürburgring oder dem Salzburgring stundenlang im Kreis drehen. Die Fahrer sind ohnehin nicht an der Landschaft interessiert und das Fernsehen, kann ja ein paar Panoramabilder von den österreichischen Bergen einstreuen.
Das ist Werbung genug.
Auch für die Zuschauer ist das ergieber, wenn sein Favorit 120 mal vorbeikeucht.