Arbeitslosigkeit stieg im Juli um 8,7 Prozent

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Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich per Ende Juli gestiegen, die Beschäftigung ebenfalls. Der Zuwachs bei den Arbeitslosen lag im Vorjahresvergleich bei 8,6 Prozent, zusammen mit den Schulungsteilnehmern waren um 8,7 Prozent mehr Personen ohne Job. Insgesamt waren 285.899 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit betrifft nun alle Branchen und alle Bundesländer.

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Wie seit vielen Monaten sind Leiharbeits-Beschäftigte besonders stark betroffen, dort legte die Arbeitslosigkeit um 16,8 Prozent zu. In der Industrie wurden um 4,9 Prozent mehr Arbeitslose verzeichnet, am Bau +9,9 Prozent, im Handel +6,7 Prozent, im Tourismus +8,8 Prozent und im Gesundheits- und Sozialwesen um 11,8 Prozent.

Das Beschäftigungswachstum reichte nicht aus, um einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern, räumte Sozialminister Hundstorfer ein. Viele der wichtigsten Handelspartner Österreichs seien nämlich in eine Rezession gestürzt, und auch die Wirtschaftslokomotive Deutschland habe an Zugkraft verloren. Österreich sei aber EU-weit das einzige Land mit einer Arbeitslosenquote von unter 5 Prozent.

Die Gewerkschaft fordert dennoch ein Bonus-Malus-Modell: Unternehmen, die keine oder zu wenige ältere Arbeitnehmerbeschäftigen, sollen einen Malus zahlen, wer überdurchschnittlich viele Ältere beschäftigt und sich um eine altersgerechte Gestaltung der Arbeitsplätze kümmert soll dafür mit einem Bonus belohnt werden, so ÖGB-Arbeitsmarktsprecher Rudolf Kaske. Die Arbeitslosigkeit der über 50-Jährigen stieg um 13,2 Prozent, jene von Menschen mit Behinderung um 18,7 Prozent.

Die Arbeiterkammer fordert Unterstützung für Arbeitslose mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen bei der Wiederherstellung ihrer Gesundheit und beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Durch die geplante Reform der Invaliditätspension werde die Situation bei Altersarbeitslosigkeit noch schwieriger. Es dürfe keine "Billigschulungen" geben, fordert AK-Präsident Herbert Tumpel.

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