Ansturm auf Finanzamt nach Falschmeldung auf Facebook

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Ansturm bereits vorbei.
Ansturm bereits vorbei. - © APA
Auf Facebook verbreitete Falschmeldungen innerhalb der türkischen Community haben am Montag zu Verunsicherungen und infolge zu einem Ansturm auf die Finanzämter geführt. Zudem wurden tausende E-Mails an die Ämter geschickt. Anlass war eine angebliche Neuberechnung der Familienbeihilfe, hinter der wohl eine Verwechslung mit dem Familienzuschlag für Arbeitslose stecken könnte.

Johannes Pasquali, Sprecher des Finanzministeriums, bestätigte am Dienstag entsprechende Medienberichte und gab an, dass man rasch auf die “unüblich hohe Kundenfrequenz” reagiert habe. In den Servicestellen Bregenz und Feldkirch gab es ebenfalls einen Ansturm, am Montagmorgen seien Personen teilweise bis auf die Straße gestanden. Manche hätten auch die in den Communities verbreiteten selbstgestrickten Formulare dabei gehabt. Man habe schnellstmöglich reagiert, so sei man auch erstmals in den Sozialen Netzwerken in den Communities aktiv geworden und hat auch erstmals eine zweisprachige Richtigstellung online gestellt, so Pasquali gegenüber “VOL.AT”.

Infos zweisprachig auf Website

Möglicher Hintergrund der Falschinformationen: Am Samstag wurde bekannt, dass eine Neuberechnung der Sozialleistungen Arbeitslosen unter bestimmten Voraussetzungen rückwirkend einen höheren Familienzuschlag bringen kann. Jedoch hat dieser Umstand keine Auswirkung auf die Familienbeihilfe, die allein von der Anzahl der Kinder abhängig ist, betonte Pasquali. Das Finanzministerium hat die Fakten auch auf seiner Webseite zweisprachig zusammengefasst.

Kundenaufkommen wieder in normalen Bahnen

Heute bewege sich das Kundenaufkommen, das vor allem in den Ballungsräumen stark erhöht war, jedenfalls langsam wieder in normalen Bahnen, so Pasquali. Der Ansturm sei bereits merkbar geringer. Trotzdem kommt es weiterhin zu einer Mehrbelastung für die Mitarbeiter des Finanzamts. Nicht zuletzt, da auch die zahlreichen E-Mails mit “selbst gestrickten Formularen” ebenfalls beantwortet werden müssen.

(APA/Red./Matthias Rauch)

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