Angst vor Katzenquäler geht im Rheindelta um

Von VN/Wolfgang Heyer
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Der Kater von Maria Tiefenthaler wurde vor wenigen Tagen in Gaißau vergiftet. Der Kater von Maria Tiefenthaler wurde vor wenigen Tagen in Gaißau vergiftet. - © VN/Heyer
Gaissau - Gift, Marderfallen und Katzenjäger. Die Gründe können vielfältiger Natur sein.

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Die Zahl der verschwundenen Katzen im Rheindelta steigt unvermindert an. Rund 30 Stubentiger werden aktuell vermisst. „Das ist der Wahnsinn, so ein massives Katzenverschwinden habe ich noch nie erlebt“, zeigt sich Gunnar Alge vom Tierschutzverein Höchst ratlos.

Mehrere Gründe

„Wir wissen, dass es Menschen gibt, die Marderfallen kaufen, um damit Katzen zu fangen“, zählt Alge eine mögliche Erklärung für den mysteriösen Katzenschwund auf. Aus aktuellem Anlass wird derzeit jedoch noch eine weitere Möglichkeit diskutiert.

Nachdem die VN berichteten, dass einige Wanderfalken am Pfänderstock aufgrund von vergifteten Tauben qualvoll verendeten, erhielt Alge mehrere Hinweise. „Ein Höchster hat sich daran erinnert, dass er an dem Tag, als seine Katze gestorben ist, eine tote Taube und einen toten Falken in seinem Garten gefunden hat.“ Die Vermutung liegt nahe, dass auch die Katze etwas von dem Gift abbekommen hat.

Kater Felix wurde vergiftet

Davon ist Maria Tiefenthaler sogar überzeugt. Schließlich wurde ihr Kater Felix erst vor wenigen Tagen vergiftet. „Nachts war er draußen. Zum Frühstück habe ich ihn wieder reingelassen, da hat er schon so komisch auf mich gewirkt“, erinnert sich die 60-Jährige. Im weiteren Verlauf des Tages schlief der Vierbeiner viel – ungewöhnlich viel. Die Gaißauerin tastete ihn noch nach Wärmestellen ab um festzustellen, ob er vielleicht Fieber hat. Fehlanzeige. Also beschloss sie, ihren Liebling zum Tierarzt zu bringen. Dort stellte der Experte die Vergiftung fest. „Vier Stunden hat der Arzt noch um sein Leben gekämpft, dann war er tot.“ Verärgert, verständnislos und zutiefst traurig fuhr Tiefenthaler wieder zurück nach Hause, wo sie seitdem kein Miauen und kein Schnurren mehr zum Lachen bringen. „Felix war so lieb und hat niemandem etwas getan. Ich wünsche demjenigen, der das zu verantworten hat, nichts Gutes.“

Auf welche Weise der Kater vergiftet wurde, und ob noch weitere Katzen im Rheindelta Gift zum Opfer fielen, ist unklar.

Furcht vor dem Katzenjäger

Die Furcht vor einem Katzenjäger greift derweil weiter um sich. In den vergangenen fünf Wochen wurden in Höchst in einem Umkreis von 500 Metern sechs Katzen als vermisst gemeldet. „Auffallend ist dabei, dass alle Tiere in der Nacht von einem Freitag auf Samstag verschwunden sind“, schließt Experte Gunnar Alge eine natürliche Ursache aus.

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