Angebliche Dauersperre Warth-Lech: Tiroler helfen bei Schneeräumung

Von VN/Michael Prock
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Schranke auf oder Schranke zu? Die Frage erhitzt die Gemüter dies- und jenseits des Arlbergs. Schranke auf oder Schranke zu? Die Frage erhitzt die Gemüter dies- und jenseits des Arlbergs. - © VOL.AT/Hofmeister
Nach der heftigen Tiroler Kritik an der angeblich absichtlichen Dauersperre der Verbindung zwischen Lech und Warth hat nun auch die Politik reagiert. Die Aufgabe der Schneeräumung wird künftig geteilt – auf mehr konnte man sich aber nicht einigen.

Michael Baldauf, Obmann der Sparte Tourismus in der Tiroler Wirtschaftskammer, mokierte sich, dass die Straßenverbindung zwischen Warth und Lech in Vorarlberg seit 26. Dezember gesperrt ist.

Diese würde schon seit Jahren gesperrt, auch ohne Lawinengefahr. Er wirft den Lechern vor, die Straße nur zu sperren, wenn die Betten voll sind. Das Lechtal in Tirol würde dadurch wirtschaftlichen Schaden nehmen. (05.01.2015: “Wintersperre zwischen Lech und Warth entzürnt Wirtschaft im Tiroler Lechtal“)

Landeshauptleute schalten sich ein

Die Landeshauptmänner Günter Platter (Tirol) und Markus Wallner (Vorarlberg, beide ÖVP) haben sich nun darauf geeinigt, dass Tirol die Hälfte der Schneeräumung übernimmt. Außerdem zahlen die Tiroler die Hälfte der Beton Betonleitwände, die zur Sicherung der Straße aufgestellt werden.

Auf mehr konnten sich die Oberhäupter nicht einigen. Während Platter sagt: “Die Vorarlberger Regierung wird wie im Vorjahr keine Dauersperre verordnen”, sagt Wallner: “Die Lawinenkommission entscheidet aufgrund der aktuellen Sicherheitslage, und sonst niemand. Derzeit wird keine Verordnung für eine Dauersperre erlassen, weitere Entscheidungen behalten wir uns selbstverständlich vor.” (VN/Michael Prock)

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