9. November 2008 12:32; Akt.: 9.11.2008 12:32

And the Winner is: EA NHL 09

Sein ein Pro: Rollenspielaspekte im Eishockey. Sein ein Pro: Rollenspielaspekte im Eishockey. - © Waibel
Seit Jahren gibt es zwischen NHL 2K und dem NHL von EA einen Kampf um die Krone, den meist 2K Sports für sich entscheiden konnte. 2008 sieht das ganze anders aus.  

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Während die Eishockeysim von 2K Sports sich in den vergangenen Jahren immer an der Spitze behaupten konnte, legte der Titel von Electronic Arts Jahr für Jahr nur marginal zu, wenngleich die Serie für viele auch immer eine gute Wahl darstellte. Erstmals schwächelt der 2K Titel, während EA wie gewohnt in Details zulegt.

Im Hauptmenü erwarten den Gamer einige Neuzugänge. Dort hat man die Wahl zwischen den Menüpunkten „Jetzt spielen“, Spielmodi, Xbox Live, EA Sports Medienzentrale, „Mein NHL 09“, Leistungsübersicht und Tutorials. Zum Schnelleinstieg bietet sich „schnelles Spiel“ an, mit Dynasty, Turnier, Training und Shootout laden aber auch noch weitere Spielmodi zum Anzocken ein. Neu dabei ist der „Be A Pro“-Modus. Hier hat man die Möglichkeit, einen eigenen Charakter zu erstellen und ihn in den unterklassigen AHL-Teams zum Star werden zu lassen. Alternativ kann man die in die Haut eines NHL-Profis schlüpfen, um diesen in einer Partie zu kontrollieren. In Person des Spielers geht es nicht nur darum, bestimmte Ziele zu erreichen, sondern sich auch vom Coach bewerten zu lassen. Mit dem neuen Modus, der ausgezeichnet umgesetzt wurde, hebt EA sein NHL09 auf ein neues Niveau. Als Pro selbst das Spielfeld zu rocken, hat wohltuende Rollenspiel-Einflüsse und es ist ungeheuer motivierend, seinen Char liebevoll zu pflegen.

EA´s NHL bietet aber auch wieder die Möglichkeit des Erstellens eigener Spielzüge. Neben den Rubriken Powerplay, Offensivzone oder Rush kann man nun  auch beim Break Out eigene Aufstellungen und Manöver erstellen. In der Medienzentrale von EA Sports kann man Videos seiner Partien aufzeichnen und mit anderen Gamern über das Internet austauschen, sowie die Musik und die Sounds in den Arenen den eigenen Vorstellungen anpassen.

Erstmals können deutsche Gamer nun auch mit den Mannschaften der deutschen Eishockey Liga (DEL) spielen, wenngleich wohl aus Kostengründen auch nur die Lizenzen und Kader der bereits abgelaufenen Saison 2007/2008 integriert sind. Dem Prinzip von EA folgend wurde das Spielprinzip weiter optimiert. Im Kern ist der EA Sports-Titel eine sehr gute und überzeugende Eishockey-Simulation. Die Steuerung wurde überarbeitet, so gibt es nun deutlich mehr Varianten, seine Gegenspieler aus wichtigen Zonen fernzuhalten oder ihnen mit ein paar Bewegungen den Puck abzujagen. Ein kraftvoller Bodycheck hilft nun also genau so sehr wie die technisch sehr schwierigen und oft erfolglosen Pokecheckes, wo es darum geht, mit dem Schläger ganz gezielt nach dem Puck zu stochern. Wenn die Gegenspieler dann über den Stock gefoult werden, wird man vom Schiri für 2 Minuten auf die Strafbank geschickt. In Sachen Steuerung gibt es nicht viel neues. Der Spieler hat die Wahl zwischen der klassischen Button-Belegung, der Analog-Stick-Umsetzung „Skill Stick“. Alte Hasen greifen zur ursprüngliche Belegung von NHL 94.

Wer genug vom Solodasein hat, mit bis zu 3 weiteren Zockern eine Partie offline an der Konsole starten. Via Xbox Live erhöht sich die Spielerzahl auf bis zu 12 Spieler. Hier kann man nebst anderen Modi auch Vereinen als Spieler beitreten oder selbst einen erstellen und dann in „Be A Pro“-Manier mit vielen anderen Spielern auf dieser Welt seine Kräfte messen. Insgesamt ist hier also wieder für ausreichend Spaß und Unterhaltung gesorgt.  

Technisch wird EA-Kost auf gewohnt hohem Niveau geboten. In Sachen Sound und Musik bleiben keine Wünsche offen. Grafisch sind insbesondere die NHL-Teams und die Arenen zu erwähnen. Deutsche Spieler erkennt man allerdings nur an Trikot-Design und Namen der Spieler.

 

Fazit:

Erstmals erste Wahl in Sachen Action auf dem Eis: NHL 09 von Electronic Arts Sports. Während der Konkurrent von 2K Games auf gleich bleibendem Niveau vor sich hindümpelt, schafft es EA dieses Jahr insbesondere wegen des rollenspielähnlichen „Be a Pro“ Modus, eine neue Messlatte in Sachen Gamedesign vorzulegen. Perfektionieren könnte man lediglich Spielergesichter, Nachholbedarf besteht an der technischen Optimierung des Spiels, da es zuweilen ruckelt und Multiplayerpartien über Xbox Live von Verbindungsabbrüchen geplagt sind. Ansonsten der Top-Titel in Sachen Eishockey diese Saison!



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