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AMS Vorarlberg: Warum dem Tourismus die Fachkräfte fehlen

Zum Start der heurigen Wintersaison stehen die Touristiker vor einem großen Problem: Trotz der Mitarbeiterbeschaffung aus anderen Bundesländern und dem Ausland herrscht immer noch massiver Personalmangel. Es scheint ganz so, als wollen die Vorarlberger nicht im Tourismus arbeiten.
1.000 Stellen im Tourismus unbesetzt
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Allein in Küche und Service fehlen noch rund 1.000 Mitarbeiter. Den Betrieben bleibt derzeit nichts anders übrig als unterbesetzt in die Saison zu starten und auf das Beste zu hoffen. Die bestehenden Arbeitskräfte werden durch den Mangel unter Druck gesetzt und leiden unter der Mehrbelastung. Bessert sich die Lage nicht, müssen Öffnungszeiten eingeschränkt und Angebote, wie etwa die à-la-carte-Küche, gestrichen werden, warnen Touristiker.

Derzeit deutlicher Fachkräftemangel

Laut Bernhard Bereuter, Landesgeschäftsführer des AMS in Vorarlberg, herrscht im heimischen Fremdenverkehr ein deutlicher Fachkräftemangel. Besonders starkt ausgeprägt sei dieser bei den Köchen und Kellnern. In den meisten Berufen gebe es zudem deutlich mehr offene Stellen als vorgemerkte Arbeitslose.

Aus mehrere Gründen sei es derzeit schwierig qualifizierte Mitarbeiter für den Tourismus zu finden. Einerseits gebe es in der Wintersaison einen deutlich höheren Bedarf an Arbeitskräften, dieser könne im Inland nicht abgedeckt werden. Andererseits werde es auch zunehmend schwieriger Lehrlinge zu bekommen.

Sascha Schmidt
Sascha Schmidt ©Sascha Schmidt

“Gesamtpaket” muss stimmen

Als Gründe, warum sich Vorarlberger gegen einen Beruf im Fremdenverkehr entscheiden, sieht Bereuter die Arbeitszeiten im Tourismus, diese erfordern eine gewisse Flexibilität. Zudem müsse ein im Touristiker mobil sein, eine tägliche Heimkehr sei außerdem nicht gewährleistet. Für jemanden mit einer Familie sei es daher schwierig im Gastgewerbe zu arbeiten.

Grundsätzlich mache das Unternehmen und dessen Umfeld den Unterschied, da die Menschen sich einen Arbeitsplatz suchen, bei dem das “Gesamtpaket” stimme. Die Attraktivität des Arbeitgebers spiele dabei eine große Rolle, diese könne man am Stammpersonal-Anteil erkennen. Gastronomen empfiehlt er daher in die Attraktivität zu investieren. Auch der Konkurrenzkampf mit anderen Branchen sei ein Problem: Wer sich zur Zeit auf Jobsuche befindet, kann sich laut Bereuter aussuchen, in welcher Branche er arbeiten will, da es auch in anderen Sparten interessante Jobangebote gibt. Arbeitssuchende müssten ferner bereit sein über den Tellerrand hinausschauen, flexibel und mobil sein, um im Tourimus zu arbeiten.

Flüchtlinge im Tourismus

Auch Flüchtlinge könnten natürlich helfen, um die Stellen zu füllen. Diese seien vor allem für Anlerntätigkeiten geeignet, da sie die benötigten Qualifikationen erst noch in einer Ausbildung erlernen müssen. Prinzipiell komme jeder ausbildungswillige und -fähige Flüchtling mit Bleibeberechtigung in Frage, auch die nötige Bereitschaft der Hoteliers sei vorhanden. Zudem gibt Bereuter an, es gebe bereits Beschäftigungsaufnahmen.

Die Daten des Arbeitsmarktservices zeigt, dass im November 2017 insgesamt 10.926 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger arbeitslos waren, darunter auch 625 bleibeberechtigte Flüchtlinge. Um die fehlenden Arbeitskräfte im Tourismus zu besetzen, wäre also jeder 10. Arbeitslose gefordert, dieser müsste sich notfalls auch einer Zusatzausbildung unterziehen.

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