Altach freut sich über Favoritenrolle gegen Wiener Neustadt

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Kolvidsson ging im Trainer-Duell mit Damir Canadi als Sieger hervor.
Kolvidsson ging im Trainer-Duell mit Damir Canadi als Sieger hervor. - © VOL.AT/Hartinger
Altach steht in der Fußball-Bundesliga nach 17 Runden mit 27 Punkten so gut wie überhaupt noch nie zu dem Zeitpunkt da. Völlig klar ist, dass der starke Aufsteiger bei so einer tollen Bilanz drei Punkte beim Schlusslicht Wiener Neustadt am Samstag (18.30 Uhr) fix eingeplant hat. Die Niederösterreicher wollen bei der Heimpremiere von Helgi Kolvidsson das erste Mal unter dem Neo-Trainer punkten.

Die Vorarlberger dürfen mehr denn je mit einem Europacup-Platz spekulieren. Mit drei Siegen aus den jüngsten vier Partien gelang der Vorstoß auf Rang drei, der Zweite WAC ist ein Spiel vor Ende der Hinrunde nur mehr zwei Zähler entfernt. “Wir sind in einer guten Form und wollen natürlich auch in Wiener Neustadt gewinnen, damit unser Lauf fortgesetzt wird”, gab Altach-Trainer Damir Canadi die Marschroute vor.

“Ein schönes Gefühl”

Seine Truppe ist aufgrund der Tabellenkonstellation klar in der Favoritenrolle. “Es ist ein schönes Gefühl dass man auch einmal ein Auswärtsspiel als Favorit bestreiten kann. Wir nehmen die Herausforderung gerne an”, sagte der Wiener. Auf die leichte Schulter werde der Gegner aber nicht genommen. “Ich bin überzeugt, dass die Wiener Neustädter besser sind, als sie in der Tabelle dastehen und die Spieler sind durch den Trainerwechsel sicher topmotiviert”, rechnete Canadi mit starker Gegenwehr des Schlusslichts.

“Giganten-Duell” Pöllhuber-Maierhofer

Bei den Altachern wird aller Voraussicht nach der schon zuletzt eingewechselte Alexander Pöllhuber für den verletzten Cesar Ortiz in der Innenverteidigung zum Zug kommen. Der 29-jährige Zwei-Meter-Mann ist auch die logische Wahl, hat er doch aufgrund seiner Körpergröße die besten Voraussetzungen, Wiener Neustadts 2,02-Meter-Stürmer Stefan Maierhofer in Schach zu halten.
In Maierhofer ruhen neuerlich die größten Hoffnungen. Der Ex-England-Legionär hat bei seinem ersten Auftritt im Wiener-Neustadt-Dress, beim 2:0 gegen den WAC, gleich getroffen, sich zuletzt aber beim 0:3 bei Rapid nicht in Szene setzen können. Die Partie, bei der Daniel Schöpf in Minute 43 ausgeschlossen wurde, hat der Tabellenletzte schnell abgehakt. “Die Mannschaft ist weiter motiviert. Uns erwartet ein ganz anderes Spiel”, vermutete Kolvidsson.

Kolvidsson kennt seinen Gegner

Den Gegner kennt der Isländer sehr gut, war er doch in den vergangenen Jahren noch als Austria-Lustenau-Trainer in der Erste Liga regelmäßig auf den damaligen Vorarlberger Rivalen getroffen. Einige jetzige Altach-Kicker hatte er selbst unter seinen Fittichen. “Es ist immer besser, wenn man die Gegenspieler gut kennt”, sagte Kolvidsson. Die Altacher stehen für ihn zurecht weit oben. “Damir hat mit seiner Mannschaft eine super Entwicklung gemacht, sie werden von Runde zu Runde stärker”, lobte der Wiener-Neustadt-Trainer das Team aus dem Ländle. Vorzüge gebe es auf der Gegenseite viele. “Sie stehen sehr stabil, schalten schnell um, haben spielstarke Spieler und können vor allem sehr variabel spielen”, weiß Kolvidsson.

Ex-Lustenau-Coach wäre mit Punkt zufrieden

Seine Mannschaft, die noch nie so wenig Punkte nach 17 Bundesliga-Runden auf dem Konto hatte, wird versuchen, mutiger als zuletzt in Wien aufzutreten. “Wir spielen zu Hause, wollen mehr agieren”, sagte Kolvidsson. Das Motto heißt Verlieren verboten. “Wir sind momentan überall mit einem Punkt zufrieden, spielen aber natürlich auf Sieg.” Der 43-Jährige wird personell einige Änderungen vornehmen. Zwei sind fix, stehen doch die gesperrten Schöpf und Christoph Freitag dem drei Punkte hinter dem Vorletzten Admira Wacker Mödling liegenden Schlusslicht nicht zur Verfügung. Die erste Begegnung in Altach endete am 20. September mit einem 2:0-Erfolg der Hausherren.

(APA)

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